Deontologie und Utilitarismus im Vergleich
Die Deontologie nach Immanuel Kant stellt die Würde des Menschen in den Mittelpunkt. Das wichtigste Prinzip dabei: Kein Mensch darf als Mittel zum Zweck benutzt oder instrumentalisiert werden. Der kategorische Imperativ fordert: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
Eine Handlung ist nach Kant nur dann moralisch richtig, wenn sie aus Pflicht geschieht und einen guten Willen hat – die Folgen spielen keine Rolle! Der Mensch wird als Vernunftswesen betrachtet, das einen autonomen Willen besitzt. Dieser Wille wählt das aus, was die Vernunft unabhängig von Neigungen als gut erkennt.
Der Utilitarismus nach Jeremy Bentham steht im Kontrast dazu. Er bietet ein Modell, mit dem sich "berechnen" lässt, ob eine Handlung gut oder falsch ist. Die berühmte Formel lautet: "Das größte Glück der größten Zahl." Hier zählt vor allem der Nutzen einer Handlung – was am Ende dabei herauskommt.
Merke: Der Hauptunterschied liegt in der Bewertung: Bei Kant zählt die Absicht und das Prinzip, beim Utilitarismus das Ergebnis und die Konsequenzen.



































