Die drei großen Staatstheorien im Vergleich
Stell dir vor, du könntest einen Staat von Grund auf neu erschaffen - wie würdest du das machen? Genau diese Frage haben sich drei berühmte Philosophen gestellt und sind zu völlig unterschiedlichen Antworten gekommen.
Thomas Hobbes sah die Menschen als kriegslüsterne Wesen, die sich gegenseitig bekämpfen. Seine Lösung: Ein allmächtiger Herrscher namens Leviathan, der mit eiserner Faust für Ordnung sorgt. Die Bürger tauschen ihre Freiheit gegen Sicherheit ein.
John Locke war deutlich optimistischer und glaubte, dass alle Menschen frei und gleich geboren werden. Er erfand die Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive und räumte den Bürgern sogar ein Widerstandsrecht gegen schlechte Regierungen ein.
Jean-Jacques Rousseau ging noch weiter: Für ihn sind Menschen von Natur aus gut und das Volk soll direkt regieren. Bei ihm steht das Gemeinwohl über den Rechten des Einzelnen - eine ziemlich radikale Idee für seine Zeit.
Merktipp: Hobbes = Sicherheit durch starke Macht, Locke = Freiheit durch Kontrolle, Rousseau = Gemeinwohl durch Volksmacht






