Grundlagen der Bilanzanalyse
Die Jahresabschlussanalyse macht aus trockenen Zahlen aussagekräftige Informationen. Du verwandelst dabei die Datenberge aus Bilanz und GuV in ein System von Kennzahlen, mit denen du die Finanzlage, Kreditwürdigkeit und Ertragslage eines Unternehmens bewerten kannst.
Eine Strukturbilanz ordnet die Bilanz nach Fristen: Anlagevermögen und Eigenkapital sind langfristig, während Umlaufvermögen und kurzfristiges Fremdkapital schneller verfügbar sind. Diese Gliederung hilft dir bei der späteren Analyse.
Vermögensstruktur-Kennzahlen zeigen dir, wie flexibel ein Unternehmen aufgestellt ist. Die Anlagequote verrät, wie viel Kapital langfristig gebunden ist - je niedriger, desto flexibler kann das Unternehmen reagieren. Eine steigende Forderungsquote kann ein gutes Zeichen für bessere Verkäufe sein.
Merke dir: Kennzahlen allein sagen nichts aus - du musst sie immer mit Vorjahren, anderen Unternehmen oder dem Branchendurchschnitt vergleichen!
Bei der Kapitalstruktur schaust du dir an, wie das Unternehmen finanziert ist. Mindestens 50% Eigenkapitalanteil sollten es schon sein, damit das Unternehmen unabhängig von Kreditgebern bleibt.



