Bevölkerungsentwicklung & Migration - Ursachen räumlicher Probleme
Die Entwicklung einer Bevölkerung zu verstehen ist wie das Lösen eines Puzzles - viele kleine Teile ergeben das große Bild. Der Entwicklungsstand eines Landes wird durch verschiedene Indikatoren gemessen: BIP und BNE pro Einwohner, den HDI (Human Development Index) und die Alphabetisierungsrate.
Besonders wichtig sind die Geburtenrate (Natalität) und Sterberate (Mortalität) - beide werden pro 1000 Einwohner pro Jahr gemessen. Die Differenz ergibt die Wachstumsrate der Bevölkerung. Die Fertilitätsrate zeigt, wie viele Kinder eine Frau durchschnittlich bekommt.
Das Modell des demographischen Übergangs erklärt, wie sich Gesellschaften entwickeln. In Phase 1 sind sowohl Geburten- als auch Sterberate hoch durch Seuchen und schlechte medizinische Versorgung. Phase 2 bringt durch Industrialisierung sinkende Sterberate bei weiterhin hoher Geburtenrate. In Phase 3 sinkt auch die Geburtenrate durch bessere Lebensbedingungen und Verhütung.
Bevölkerungspyramiden zeigen die Altersstruktur: Die Pyramidenform steht für viele junge Menschen in Entwicklungsländern, die Glockenform für stabile Industrieländer und die Urnenform für überalterte Gesellschaften.
Merktipp: Die demographische Dividende ist wie ein Bonus - wenn weniger Kinder geboren werden, können mehr Menschen arbeiten und weniger müssen versorgt werden!



