Das Agrarindustrielle Cluster im Oldenburger Münsterland
Massentierhaltung prägt diese Region zwischen Osnabrück, Oldenburg und Bremen wie kaum eine andere. Obwohl die Böden hier eigentlich ziemlich unfruchtbar sind, hat sich das Gebiet zum Zentrum der deutschen Fleischproduktion entwickelt.
Der Erfolg kam nicht über Nacht: Schon ab 1895 ermöglichte der Eisenbahnbau den Import von Futtermitteln aus dem Ausland. Zwischen 1950 und 1980 explodierte dann richtig der Wohlstand - neue Agrartechnik und unbegrenzte Importmöglichkeiten machten die Massentierhaltung von Schweinen, Geflügel und Rindern zum Geschäftsmodell.
Doch ab den 1980ern kamen die Probleme: Umweltbelastung, Seuchen wie die Schweinepest und ein schlechtes Image der Region. Menschen begannen wegzuziehen, weil die Geruchsbelästigung zu stark wurde.
Agrobusiness bedeutet übrigens, dass alle Unternehmen zusammenarbeiten, die an einem landwirtschaftlichen Produkt beteiligt sind - vom Saatgut über die eigentliche Landwirtschaft bis zur Fleischverarbeitung.
Merktipp: Ein Cluster funktioniert wie ein riesiges Räderwerk - fällt ein Teil aus, haben alle ein Problem!




