Plantagenwirtschaft - Profit vs. Nachhaltigkeit
Plantagenwirtschaft ist das komplette Gegenteil zur traditionellen Landwirtschaft der Tropen. Hier werden Cash Crops (Verkaufsfrüchte) für den Weltmarkt angebaut - denk an Bananen, Kaffee oder Palmöl, die du im Supermarkt kaufst.
Das System funktioniert so: Große Flächen werden in Monokulturen bewirtschaftet, was arbeitsintensiv ist und oft zu Nutzungskonflikten führt. Viele Menschen sind zur Landflucht gezwungen, weil kleine Bauern nicht konkurrieren können. Die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht, die Bezahlung niedrig, und Kinderarbeit ist leider verbreitet.
Ökologisch ist das System problematisch: Chemische Düngemittel und Pestizide sind nötig, weil Monokulturen den Boden zerstören und anfällig für Schädlinge sind. Die Chemikalien schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen, die damit arbeiten.
Krasser Gegensatz: Während die Konzerne hohe Gewinne machen, leiden Mensch und Umwelt unter den Folgen.
Nachhaltigkeit sieht anders aus: Sozial schlecht (schlechte Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschäden), ökologisch verheerend (Bodenzerstörung, Chemikalien), aber ökonomisch "erfolgreich" - zumindest für die Konzerne. Für die lokale Bevölkerung bleibt wenig übrig.