Die Passatzirkulation
Stell dir vor, die Sonne heizt den Äquator wie einen riesigen Ofen auf - genau so funktioniert die Passatzirkulation! Am Äquator steigt die erwärmte Luft hoch und bildet Tiefdruckgebiete, während sie bei etwa 30° Nord und Süd wieder absinkt und Hochdruckgebiete entstehen lässt.
Zwischen diesen Hoch- und Tiefdruckgebieten entstehen die Passatwinde, die als Ausgleichsströmungen fungieren. Der Nordost-Passat auf der Nordhalbkugel wird durch die Corioliskraft nach rechts abgelenkt und strömt am Äquator mit anderen Passatwinden zusammen - deshalb heißt dieser Bereich auch innertropische Konvergenzzone (ITC).
In der Höhe weht der Antipassat zurück zu den Wendekreisen, während der absinkende Urpassat sich wieder erwärmt. Dadurch entsteht die Passatinversionsschicht - eine unsichtbare Barriere, die verhindert, dass sich hohe Wolken bilden können.
Merktipp: Passatwinde sind warme, trockene Winde, die viel Feuchtigkeit aufnehmen können, wenn sie über das Meer wehen - deshalb sind sie für die Seefahrt so wichtig!