Die Entwicklung der attischen Demokratie
Stell dir vor, du lebst in einer Zeit, wo nur reiche Adelige das Sagen haben - genau so war es im antiken Griechenland! Die Polis (Stadtstaaten wie Athen) waren zunächst Aristokratien, in denen nur der Adel herrschte.
Das Problem? Die Kleinbauern gerieten durch Schuldknechtschaft in eine Krise. Wenn sie ihre Schulden nicht zurückzahlen konnten, verloren sie ihr Land und mussten als Sklaven für die Aristokraten arbeiten. Diese sozialen Spannungen führten zu Unruhen zwischen Adel und einfachem Volk.
Solon wurde als Archon (Staatsmann mit besonderen Vollmachten) ernannt, um die Krise zu lösen. Seine Reformen waren bahnbrechend: Er erließ alle Schulden, kaufte versklavte Schuldner frei und teilte die Gesellschaft in vier Vermögens gruppen ein. Dadurch konnten auch ärmere Menschen erstmals politisch mitbestimmen - das Ziel war Eunomie (gute Ordnung).
Kleisthenes ging noch weiter und schuf die Grundlagen der direkten Demokratie: Isonomie (Gleichheit vor Gericht), Isegorie (gleiche Redefreiheit) und den Rat der 500. Revolutionär war, dass Ämter nicht gewählt, sondern gelost wurden! Unter Perikles erreichte die attische Demokratie schließlich ihren Höhepunkt mit der kulturellen Blütezeit und dem Bau der Akropolis.
Wichtig zu wissen: Nur männliche Vollbürger hatten Wahlrecht - Frauen, Sklaven und andere Männer waren ausgeschlossen. Die Demokratie war also viel begrenzter als heute!