Europäische Integration und Konzepte
Die europäische Integration begann nicht zufällig nach 1945 - Europa wollte nie wieder Krieg! Diese Zusammenarbeit entwickelte sich von der kleinen Montanunion 1952 bis zur heutigen EU und ist immer noch nicht abgeschlossen.
Schon früh entstanden verschiedene Vorstellungen, wie Europa zusammenwachsen sollte. Der Föderalismus träumte von "Vereinigten Staaten von Europa" nach US-Vorbild - mit gemeinsamer Verfassung und echter Gewaltenteilung. Der Intergouvernementalismus wollte dagegen die Nationalstaaten stark halten und nur auf Regierungsebene zusammenarbeiten.
Am praktischsten war der Funktionalismus: Erstmal in technischen Bereichen zusammenarbeiten, dann langsam ausweiten. Dieser "spill-over Effekt" funktionierte tatsächlich - aus der Kohle- und Stahlgemeinschaft wurde schließlich die EU mit gemeinsamer Währung.
Das Subsidiaritätsprinzip regelt heute, wann die EU eingreifen darf: nur wenn Probleme besser auf europäischer als auf nationaler Ebene gelöst werden können. Das schützt die Mitgliedsstaaten vor zu viel EU-Macht, kann aber auch Entscheidungen verlangsamen.
Merke dir: Die EU greift nur ein, wenn sie es besser kann als die einzelnen Länder - das nennt man Subsidiarität!





