Die Entstehung des Versailler Vertrags
Nach dem Ersten Weltkrieg brauchte Europa einen Friedensvertrag. Am 28. Juni 1919 wurde dieser dann im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet - genau fünf Jahre nach dem Attentat von Sarajevo, das den Krieg ausgelöst hatte.
Die vier Großmächten (Frankreich, England, USA und Italien) verhandelten den Vertrag komplett ohne deutsche Beteiligung aus. Deutschland durfte nur eine Delegation schicken, um das fertige Vertragswerk "in Empfang zu nehmen" - verhandeln war nicht erlaubt.
Jede Siegermacht hatte ihre eigenen Ziele: Frankreich wollte Rache und Deutschland dauerhaft schwächen, England seine Seemacht sichern, die USA einen dauerhaften Frieden durch Wilsons 14-Punkte-Programm erreichen und Italien Gebietsgewinne in Norditalien.
Wichtig: Deutschland war kein gleichberechtigter Verhandlungspartner, sondern bekam den fertigen Vertrag vorgesetzt - daher auch der Begriff "Diktatfrieden".






