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GeschichteGeschichte1,561 aufrufe·Aktualisiert Jun 5, 2026·12 Seiten

Das Russlands Zarenreich: Ein Überblick

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Sharon@sharon_123

Du wirst jetzt in die Zeit des Imperialismus und der... Mehr anzeigen

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# geschichte kat

Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Imperialismus und Nationalismus - Macht ohne Grenzen

Imperialismus bedeutet das ständige Streben nach mehr Territorien und Einfluss. Länder wollen ihre Macht ausbauen, große Armeen aufstellen und möglichst viele Gebiete kontrollieren.

Nationalismus geht noch einen Schritt weiter - hier stellt man die eigene Nation über alle anderen. Die eigene Kultur wird als überlegen angesehen, während andere Völker verachtet werden.

Der Unterschied zwischen einem Imperium und einem Nationalstaat ist krass: Imperien haben unbestimmte Grenzen und herrschen über viele verschiedene Völker durch Zwang. Nationalstaaten hingegen haben klare Grenzen und eine einheitliche Kultur mit gemeinsamer Sprache und Religion.

Merke dir: Imperien entstehen durch Eroberung von oben, Nationalstaaten durch den Willen des Volkes von unten!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Das Russische Reich - Ein Imperium in der Praxis

Das Russische Reich bis 1917 war ein perfektes Beispiel für ein Imperium. Es wurde militärisch erobert und umfasste viele verschiedene Völker unter der absoluten Herrschaft des Zaren.

Die Macht lag komplett beim Monarchen - er war gleichzeitig oberster Befehlshaber und Richter. Weder Kirche noch Adel konnten ihm wirklich Paroli bieten. Der Zar nutzte sogar den Aberglauben des Volkes aus, indem er sich mit Mönchen und Bischöfen beriet.

Ein englischer Beobachter um 1600 kritisierte das System scharf: Alle Ämter wurden vom Zar vergeben, es gab keine erblichen Positionen. Das Parlament war nur Schein - echte politische Mitbestimmung? Fehlanzeige!

Wichtig: Je weiter ein Gebiet vom Zentrum entfernt war, desto schwächer wurde die Herrschaft des Zaren!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Russland zwischen Tradition und Moderne (19. Jahrhundert)

Während Westeuropa sich modernisierte, kämpfte Russland mit seiner Rückständigkeit. Gebildete Menschen forderten liberale Freiheitsrechte nach europäischem Vorbild, aber der Zar unterdrückte jede Reformdiskussion brutal.

Die Russische Sozialdemokratische Arbeiterpartei (RSDAP) entstand 1898. Da die Opposition von der Öffentlichkeit ausgeschlossen war, radikalisierte sie sich im Untergrund - Terroranschläge waren die Folge. 1881 wurde sogar Zar Alexander II. ermordet.

Der Petersburger Blutsonntag 1905 war der Wendepunkt: Nach der Niederlage gegen Japan marschierten Tausende zum Winterpalast und forderten politische Mitsprache. Der Zar ließ auf die Menge schießen - hunderte Tote! Erst nach einem Generalstreik garantierte er bürgerliche Freiheiten und ein Parlament.

Krass: 1906 bekam Russland seine erste Verfassung - aber echte Demokratie war das noch lange nicht!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Wirtschaft und Gesellschaft - Der schwere Weg zur Moderne

Die Industrialisierung kam in Russland spät, aber heftig. Da es kaum private Unternehmer gab, trieb der Staat die Entwicklung voran - vor allem Schwerindustrie und Eisenbahnbau. Das Geld dafür kam von westeuropäischen Kreditgebern, was die Staatsschulden explodieren ließ.

Der Marxismus fand in Russland fruchtbaren Boden. Marx erklärte, wie der Kapitalismus funktioniert: Die Arbeiterklasse wird ausgebeutet, während die Kapitalisten den Profit einstreichen. Seine Vision: eine klassenlose, kommunistische Gesellschaft ohne Ausbeutung.

Die russische Gesellschaft war krass rückständig: Die meisten Menschen lebten in bäuerlicher Leibeigenschaft auf dem Land. Hohe Kindersterblichkeit, niedrige Alphabetisierungsrate und kaum Städte prägten das Bild.

Fakt: Während Westeuropa schon industrialisiert war, lebten die meisten Russen noch wie im Mittelalter!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
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Die Ursachen der russischen Rückständigkeit

Warum war Russland so rückständig? Die Leibeigenschaft verhinderte eine freie Dorfentwicklung und Stadtbildung. Die orthodoxe Religion mit ihrem Aberglauben blockierte die geistige Entwicklung. Dazu kam die schiere Größe des Reiches und die fehlende Bildung.

Die Autokratie des Zaren beruhte auf Gottesgnadentum und Tradition - politische Partizipation war praktisch unmöglich. Bis 1906 gab es weder Verfassung noch Parlament, und selbst danach herrschte nur Scheinkonstitutionalismus.

1861 wurde endlich die Leibeigenschaft abgeschafft, aber die Probleme blieben: Die Bauern erhielten winzige Landstücke und blieben arm. Einige Kulaken (reiche Bauern) schafften es zu Wohlstand, während viele andere völlig verarmten.

Paradox: Die Modernisierung verstärkte teilweise sogar die sozialen Gegensätze!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
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Modernisierung mit Problemen

Trotz aller Reformen blieben massive Probleme bestehen. In der Landwirtschaft führten die winzigen Parzellen zu anhaltender Armut. Die weitere Agrarreform sollte einen bäuerlichen Mittelstand schaffen, verschärfte aber die Gegensätze zwischen reichen und armen Bauern.

Die Industrie blieb staatlich dominiert, private Unternehmer gab es kaum. Das Kapital kam weiterhin aus Westeuropa, die Staatsschulden stiegen immer weiter. Getreideexport zur Finanzierung verschlechterte die Versorgung im eigenen Land.

Politisch widersetzte sich der Zar jeder echten Reform und herrschte weiterhin autokratisch. Die staatliche Unterdrückung führte zur Radikalisierung der Opposition - Terroranschläge und Aufstände wie im Januar 1905 waren die Folge.

Teufelskreis: Je mehr der Zar unterdrückte, desto radikaler wurde der Widerstand!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Bestehende Probleme nach der Modernisierung um 1900

Auch nach den Modernisierungsversuchen blieben die Grundprobleme ungelöst. Die Landwirtschaft litt weiter unter der Armut der Kleinbauern, während die Kluft zwischen Kulaken und verarmten Bauern immer größer wurde.

Die Industrie war noch immer vom Staat abhängig, westeuropäische Kredite ließen die Staatsschulden weiter steigen. Der Export von Getreide zur Finanzierung verschlechterte die Versorgungslage der eigenen Bevölkerung dramatisch.

Das größte Problem blieb die Politik: Der Zar widersetzte sich echten Reformen und regierte weiterhin autokratisch. Jede Reformbewegung wurde brutal unterdrückt, was zu einer gefährlichen Radikalisierung führte. Der Scheinkonstitutionalismus täuschte niemanden.

Explosiv: Diese ungelösten Probleme schufen den perfekten Nährboden für die Revolution von 1917!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Marxismus verstehen - Die Theorie hinter der Revolution

Marx analysierte den Kapitalismus gnadenlos: Es gibt zwei Klassen - die Bourgeoisie (Fabrikbesitzer) und das Proletariat (Arbeiter). Die Arbeiter werden systematisch ausgebeutet durch den Mehrwert - sie produzieren mehr Wert, als sie als Lohn bekommen.

Die Entfremdung der Arbeiter wird durch Maschinen verstärkt: Die Arbeit wird eintöniger und bedeutungsloser. Gleichzeitig führt die Konzentration des Kapitals dazu, dass wenige riesige Konzerne entstehen, während kleine Unternehmen verschwinden.

Marx sagte zyklische Krisen voraus: Überproduktion führt zu fallenden Preisen, Unternehmen gehen pleite, Arbeitslosigkeit steigt. Die Verelendung der Arbeiterschaft wird immer schlimmer, bis schließlich der Kapitalismus zusammenbricht und eine klassenlose Gesellschaft entsteht.

Marx' Vision: Der Kapitalismus wird sich selbst zerstören und den Kommunismus hervorbringen!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Lenin modifiziert Marx - Die Partei als Revolutionsmotor

Lenin erkannte, dass das Proletariat alleine keine Revolution schaffen kann. Die Bourgeoisie ist zu mächtig und beeinflusst über die Presse das Denken der Arbeiter. Deshalb braucht es eine Partei neuen Typs - eine kommunistische Elite mit strenger Disziplin.

Diese Partei plant die Revolution und duldet keinen Widerspruch. Wer widerspricht, wird bestraft oder rausgeworfen. Nach der Revolution übernimmt sie die Diktatur des Proletariats - alles wird Staatseigentum und von der Partei kontrolliert.

Lenins Weltrevolutionstheorie besagt: Die Revolution beginnt in Russland, obwohl der Kapitalismus dort noch nicht voll entwickelt ist. Von dort springt der revolutionäre Funke auf andere europäische Länder über, bis die ganze Welt kommunistisch wird.

Lenins Plan: Erst Revolution in Russland, dann Eroberung der ganzen Welt für den Kommunismus!

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Imperialismus:

Das Streben nach Staaten und Macht. Man möch-
te immer mehr Land. Das Ziel ist möglichst viele
Gebiete zu

Die Russische Revolution 1917 - Der Zusammenbruch des Zarenreichs

Der Erste Weltkrieg war zu viel für das rückständige russische Imperium. Waffen- und Munitionsmangel, zusammengebrochene Versorgung und verlustreiche Niederlagen führten zu totaler Kriegsmüdigkeit bei Soldaten, Bauern und Arbeitern.

Im März 1917 begannen Arbeiterinnen aus Petersburger Textilfabriken zu streiken und forderten den Sturz der Monarchie. Der Generalstreik breitete sich aus, Polizei und Militär konnten nichts mehr stoppen. Die Duma erklärte sich zur neuen Regierung, der Zar musste abdanken.

Der Erste Allrussische Sowjetkongress 1917 zeigte die Kräfteverhältnisse: Die Bolschewiki (105 Sitze) waren noch in der Minderheit gegen Sozialrevolutionäre (285 Sitze) und Menschewiki (249 Sitze). Doch Lenin und seine radikalen Kommunisten sollten bald die Macht übernehmen.

Revolution: Innerhalb weniger Tage wurde aus dem Zarenreich eine Republik - aber das war erst der Anfang!

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Die App ist sehr einfach zu bedienen und gut gestaltet. Ich habe bisher alles gefunden, wonach ich gesucht habe, und konnte viel aus den Präsentationen lernen! Ich werde die App definitiv für ein Schulprojekt nutzen! Und natürlich hilft sie auch sehr als Inspiration.

Stefan SiOS-Nutzer

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Samantha KlichAndroid-Nutzerin

Wow, ich bin wirklich begeistert. Ich habe die App einfach mal ausprobiert, weil ich sie schon oft beworben gesehen habe und war absolut beeindruckt. Diese App ist DIE HILFE, die man für die Schule braucht und vor allem bietet sie so viele Dinge wie Übungen und Lernzettel, die mir persönlich SEHR geholfen haben.

AnnaiOS-Nutzerin
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Das Russlands Zarenreich: Ein Überblick

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Sharon@sharon_123

Du wirst jetzt in die Zeit des Imperialismus und der russischen Geschichte eintauchen! Hier geht es um Macht, Revolution und den Kampf um politische Veränderung. Von der Zarenherrschaft bis zur Oktoberrevolution - diese Themen zeigen dir, wie sich ganze Gesellschaften... Mehr anzeigen

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Imperialismus und Nationalismus - Macht ohne Grenzen

Imperialismus bedeutet das ständige Streben nach mehr Territorien und Einfluss. Länder wollen ihre Macht ausbauen, große Armeen aufstellen und möglichst viele Gebiete kontrollieren.

Nationalismus geht noch einen Schritt weiter - hier stellt man die eigene Nation über alle anderen. Die eigene Kultur wird als überlegen angesehen, während andere Völker verachtet werden.

Der Unterschied zwischen einem Imperium und einem Nationalstaat ist krass: Imperien haben unbestimmte Grenzen und herrschen über viele verschiedene Völker durch Zwang. Nationalstaaten hingegen haben klare Grenzen und eine einheitliche Kultur mit gemeinsamer Sprache und Religion.

Merke dir: Imperien entstehen durch Eroberung von oben, Nationalstaaten durch den Willen des Volkes von unten!

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Das Russische Reich - Ein Imperium in der Praxis

Das Russische Reich bis 1917 war ein perfektes Beispiel für ein Imperium. Es wurde militärisch erobert und umfasste viele verschiedene Völker unter der absoluten Herrschaft des Zaren.

Die Macht lag komplett beim Monarchen - er war gleichzeitig oberster Befehlshaber und Richter. Weder Kirche noch Adel konnten ihm wirklich Paroli bieten. Der Zar nutzte sogar den Aberglauben des Volkes aus, indem er sich mit Mönchen und Bischöfen beriet.

Ein englischer Beobachter um 1600 kritisierte das System scharf: Alle Ämter wurden vom Zar vergeben, es gab keine erblichen Positionen. Das Parlament war nur Schein - echte politische Mitbestimmung? Fehlanzeige!

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Russland zwischen Tradition und Moderne (19. Jahrhundert)

Während Westeuropa sich modernisierte, kämpfte Russland mit seiner Rückständigkeit. Gebildete Menschen forderten liberale Freiheitsrechte nach europäischem Vorbild, aber der Zar unterdrückte jede Reformdiskussion brutal.

Die Russische Sozialdemokratische Arbeiterpartei (RSDAP) entstand 1898. Da die Opposition von der Öffentlichkeit ausgeschlossen war, radikalisierte sie sich im Untergrund - Terroranschläge waren die Folge. 1881 wurde sogar Zar Alexander II. ermordet.

Der Petersburger Blutsonntag 1905 war der Wendepunkt: Nach der Niederlage gegen Japan marschierten Tausende zum Winterpalast und forderten politische Mitsprache. Der Zar ließ auf die Menge schießen - hunderte Tote! Erst nach einem Generalstreik garantierte er bürgerliche Freiheiten und ein Parlament.

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Wirtschaft und Gesellschaft - Der schwere Weg zur Moderne

Die Industrialisierung kam in Russland spät, aber heftig. Da es kaum private Unternehmer gab, trieb der Staat die Entwicklung voran - vor allem Schwerindustrie und Eisenbahnbau. Das Geld dafür kam von westeuropäischen Kreditgebern, was die Staatsschulden explodieren ließ.

Der Marxismus fand in Russland fruchtbaren Boden. Marx erklärte, wie der Kapitalismus funktioniert: Die Arbeiterklasse wird ausgebeutet, während die Kapitalisten den Profit einstreichen. Seine Vision: eine klassenlose, kommunistische Gesellschaft ohne Ausbeutung.

Die russische Gesellschaft war krass rückständig: Die meisten Menschen lebten in bäuerlicher Leibeigenschaft auf dem Land. Hohe Kindersterblichkeit, niedrige Alphabetisierungsrate und kaum Städte prägten das Bild.

Fakt: Während Westeuropa schon industrialisiert war, lebten die meisten Russen noch wie im Mittelalter!

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Die Ursachen der russischen Rückständigkeit

Warum war Russland so rückständig? Die Leibeigenschaft verhinderte eine freie Dorfentwicklung und Stadtbildung. Die orthodoxe Religion mit ihrem Aberglauben blockierte die geistige Entwicklung. Dazu kam die schiere Größe des Reiches und die fehlende Bildung.

Die Autokratie des Zaren beruhte auf Gottesgnadentum und Tradition - politische Partizipation war praktisch unmöglich. Bis 1906 gab es weder Verfassung noch Parlament, und selbst danach herrschte nur Scheinkonstitutionalismus.

1861 wurde endlich die Leibeigenschaft abgeschafft, aber die Probleme blieben: Die Bauern erhielten winzige Landstücke und blieben arm. Einige Kulaken (reiche Bauern) schafften es zu Wohlstand, während viele andere völlig verarmten.

Paradox: Die Modernisierung verstärkte teilweise sogar die sozialen Gegensätze!

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Modernisierung mit Problemen

Trotz aller Reformen blieben massive Probleme bestehen. In der Landwirtschaft führten die winzigen Parzellen zu anhaltender Armut. Die weitere Agrarreform sollte einen bäuerlichen Mittelstand schaffen, verschärfte aber die Gegensätze zwischen reichen und armen Bauern.

Die Industrie blieb staatlich dominiert, private Unternehmer gab es kaum. Das Kapital kam weiterhin aus Westeuropa, die Staatsschulden stiegen immer weiter. Getreideexport zur Finanzierung verschlechterte die Versorgung im eigenen Land.

Politisch widersetzte sich der Zar jeder echten Reform und herrschte weiterhin autokratisch. Die staatliche Unterdrückung führte zur Radikalisierung der Opposition - Terroranschläge und Aufstände wie im Januar 1905 waren die Folge.

Teufelskreis: Je mehr der Zar unterdrückte, desto radikaler wurde der Widerstand!

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Bestehende Probleme nach der Modernisierung um 1900

Auch nach den Modernisierungsversuchen blieben die Grundprobleme ungelöst. Die Landwirtschaft litt weiter unter der Armut der Kleinbauern, während die Kluft zwischen Kulaken und verarmten Bauern immer größer wurde.

Die Industrie war noch immer vom Staat abhängig, westeuropäische Kredite ließen die Staatsschulden weiter steigen. Der Export von Getreide zur Finanzierung verschlechterte die Versorgungslage der eigenen Bevölkerung dramatisch.

Das größte Problem blieb die Politik: Der Zar widersetzte sich echten Reformen und regierte weiterhin autokratisch. Jede Reformbewegung wurde brutal unterdrückt, was zu einer gefährlichen Radikalisierung führte. Der Scheinkonstitutionalismus täuschte niemanden.

Explosiv: Diese ungelösten Probleme schufen den perfekten Nährboden für die Revolution von 1917!

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Marxismus verstehen - Die Theorie hinter der Revolution

Marx analysierte den Kapitalismus gnadenlos: Es gibt zwei Klassen - die Bourgeoisie (Fabrikbesitzer) und das Proletariat (Arbeiter). Die Arbeiter werden systematisch ausgebeutet durch den Mehrwert - sie produzieren mehr Wert, als sie als Lohn bekommen.

Die Entfremdung der Arbeiter wird durch Maschinen verstärkt: Die Arbeit wird eintöniger und bedeutungsloser. Gleichzeitig führt die Konzentration des Kapitals dazu, dass wenige riesige Konzerne entstehen, während kleine Unternehmen verschwinden.

Marx sagte zyklische Krisen voraus: Überproduktion führt zu fallenden Preisen, Unternehmen gehen pleite, Arbeitslosigkeit steigt. Die Verelendung der Arbeiterschaft wird immer schlimmer, bis schließlich der Kapitalismus zusammenbricht und eine klassenlose Gesellschaft entsteht.

Marx' Vision: Der Kapitalismus wird sich selbst zerstören und den Kommunismus hervorbringen!

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Lenin erkannte, dass das Proletariat alleine keine Revolution schaffen kann. Die Bourgeoisie ist zu mächtig und beeinflusst über die Presse das Denken der Arbeiter. Deshalb braucht es eine Partei neuen Typs - eine kommunistische Elite mit strenger Disziplin.

Diese Partei plant die Revolution und duldet keinen Widerspruch. Wer widerspricht, wird bestraft oder rausgeworfen. Nach der Revolution übernimmt sie die Diktatur des Proletariats - alles wird Staatseigentum und von der Partei kontrolliert.

Lenins Weltrevolutionstheorie besagt: Die Revolution beginnt in Russland, obwohl der Kapitalismus dort noch nicht voll entwickelt ist. Von dort springt der revolutionäre Funke auf andere europäische Länder über, bis die ganze Welt kommunistisch wird.

Lenins Plan: Erst Revolution in Russland, dann Eroberung der ganzen Welt für den Kommunismus!

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Die Russische Revolution 1917 - Der Zusammenbruch des Zarenreichs

Der Erste Weltkrieg war zu viel für das rückständige russische Imperium. Waffen- und Munitionsmangel, zusammengebrochene Versorgung und verlustreiche Niederlagen führten zu totaler Kriegsmüdigkeit bei Soldaten, Bauern und Arbeitern.

Im März 1917 begannen Arbeiterinnen aus Petersburger Textilfabriken zu streiken und forderten den Sturz der Monarchie. Der Generalstreik breitete sich aus, Polizei und Militär konnten nichts mehr stoppen. Die Duma erklärte sich zur neuen Regierung, der Zar musste abdanken.

Der Erste Allrussische Sowjetkongress 1917 zeigte die Kräfteverhältnisse: Die Bolschewiki (105 Sitze) waren noch in der Minderheit gegen Sozialrevolutionäre (285 Sitze) und Menschewiki (249 Sitze). Doch Lenin und seine radikalen Kommunisten sollten bald die Macht übernehmen.

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