Die attische Demokratie war das erste demokratische System der Weltgeschichte... Mehr anzeigen
Die Grundlagen der Attischen Demokratie




Vorgeschichte und Grundlagen
Das antike Griechenland war ein Flickenteppich aus etwa 250 kleinen Stadtstaaten, den Poleis. Jede Polis wollte unabhängig sein und hatte eigene Gesetze - trotzdem fühlten sich alle als Hellenen durch Sprache, Götter und die Olympischen Spiele verbunden.
In Athen wurde um 800 v. Chr. die Königsherrschaft durch eine Aristokratie ersetzt. Adlige Beamte, die Archonten, übernahmen die Macht für jeweils ein Jahr. Doch im 7. Jahrhundert brach eine heftige soziale Krise aus: Kleinbauern verarmten und mussten sich als Schuldknechte verkaufen, während die Adligen immer reicher wurden.
Drakon war der erste Reformer, der die Gesetze schriftlich festhielt und die Blutrache abschaffte. Seine Strafen waren so hart, dass wir heute noch von "drakonischen Maßnahmen" sprechen. Solon ging weiter: Er hob die Schuldknechtschaft auf und gab den Bauern politische Mitspracherechte. Der Tyrann Peisistratos verteilte schließlich das Land der Adligen an die Bauern und sorgte für wirtschaftlichen Aufschwung.
Merke: Jede Reform war eine Antwort auf konkrete soziale Probleme - Demokratie entstand nicht von heute auf morgen!

Die Reformen des Kleisthenes und die Perserkriege
Kleisthenes revolutionierte um 500 v. Chr. das politische System mit seiner Phylenordnung. Er teilte Attika in 10 neue Bezirke auf, die jeweils Stadt-, Land- und Küstenbewohner mischten. So wurden die alten Machtstrukturen des Adels endgültig zerschlagen.
Die Perserkriege wurden zum Wendepunkt der Demokratie. Athen führte erfolgreich die griechische Abwehr an, was das Selbstbewusstsein der Bürger stärkte. Besonders wichtig: Für den Flottenbau brauchte man die unterste Schicht, die Theten - sie wurden dadurch militärisch unverzichtbar und erhielten politische Gleichberechtigung.
Themistokles führte das Ostrakismos (Scherbengericht) ein: Wenn 6000 Bürger den Namen eines Politikers auf eine Tonscherbe ritzten, musste er 10 Jahre ins Exil. Ephialtes und Perikles entmachteten schließlich den konservativen Adelsrat Aeropag und führten Diäten ein - jetzt konnten auch arme Bürger an der Politik teilnehmen.
Wichtig: Die Perserkriege machten aus einer Adelsreform eine echte Volksherrschaft!

Die Herrschaft des Demos
Das Herzstück der attischen Demokratie war die Volksversammlung (Ekklesia). Hier konnten alle männlichen Vollbürger über 18 Jahren Gesetze beschließen und politische Entscheidungen treffen. Frauen, Sklaven und Metöken (Ausländer) waren ausgeschlossen.
Der Rat der 500 bereitete die Volksversammlung vor und kontrollierte die Beamten. Seine Mitglieder wurden per Los für ein Jahr bestimmt und erhielten eine Aufwandsentschädigung. Auch die meisten anderen Ämter wurden gelost - nur die Strategen (Feldherren) wurden gewählt, weil militärische Kompetenz entscheidend war.
Die Volksgerichte mit bis zu 6000 Bürgern urteilten über Rechtsstreitigkeiten. Es gab keine Berufsrichter oder Staatsanwälte - jeder musste seine Sache selbst vortragen. Nach außen beherrschte Athen den Delisch-Attischen Seebund: Die Bündnispartner mussten Tribute zahlen und durften nicht austreten.
Paradox: Athen war innen demokratisch, aber außen imperial - die Demokratie lebte von der Unterdrückung anderer!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Die Grundlagen der Attischen Demokratie
Die attische Demokratie war das erste demokratische System der Weltgeschichte und entstand im antiken Athen zwischen dem 8. und 5. Jahrhundert v. Chr. Diese revolutionäre Staatsform entwickelte sich aus sozialen Krisen und wurde durch kluge Reformer wie Solon, Kleisthenes und... Mehr anzeigen

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Vorgeschichte und Grundlagen
Das antike Griechenland war ein Flickenteppich aus etwa 250 kleinen Stadtstaaten, den Poleis. Jede Polis wollte unabhängig sein und hatte eigene Gesetze - trotzdem fühlten sich alle als Hellenen durch Sprache, Götter und die Olympischen Spiele verbunden.
In Athen wurde um 800 v. Chr. die Königsherrschaft durch eine Aristokratie ersetzt. Adlige Beamte, die Archonten, übernahmen die Macht für jeweils ein Jahr. Doch im 7. Jahrhundert brach eine heftige soziale Krise aus: Kleinbauern verarmten und mussten sich als Schuldknechte verkaufen, während die Adligen immer reicher wurden.
Drakon war der erste Reformer, der die Gesetze schriftlich festhielt und die Blutrache abschaffte. Seine Strafen waren so hart, dass wir heute noch von "drakonischen Maßnahmen" sprechen. Solon ging weiter: Er hob die Schuldknechtschaft auf und gab den Bauern politische Mitspracherechte. Der Tyrann Peisistratos verteilte schließlich das Land der Adligen an die Bauern und sorgte für wirtschaftlichen Aufschwung.
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Die Reformen des Kleisthenes und die Perserkriege
Kleisthenes revolutionierte um 500 v. Chr. das politische System mit seiner Phylenordnung. Er teilte Attika in 10 neue Bezirke auf, die jeweils Stadt-, Land- und Küstenbewohner mischten. So wurden die alten Machtstrukturen des Adels endgültig zerschlagen.
Die Perserkriege wurden zum Wendepunkt der Demokratie. Athen führte erfolgreich die griechische Abwehr an, was das Selbstbewusstsein der Bürger stärkte. Besonders wichtig: Für den Flottenbau brauchte man die unterste Schicht, die Theten - sie wurden dadurch militärisch unverzichtbar und erhielten politische Gleichberechtigung.
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