Montessoris Konzept der Entwicklungsphasen
Maria Montessori teilte die kindliche Entwicklung in verschiedene Phasen ein, die jeweils spezifische sensible Phasen umfassen. Diese Einteilung bildet die Grundlage für ihre pädagogischen Vorschläge zur Begleitung der kindlichen Entwicklung.
Der "psychische Embryo" (1.-3. Lebensjahr) ist gekennzeichnet durch drei entscheidende Perioden: Bewegung, Ordnung und Sprache. In dieser Phase sind Milch und Liebe die grundlegenden Bedingungen des Lebens, und die Umwelteindrücke haben einen prägenden Einfluss auf das spätere Leben.
Highlight: Die sensible Phase Spracherwerb fällt in diese frühe Entwicklungsperiode und ist entscheidend für die spätere Sprachkompetenz.
Der "soziale Embryo" (3-6. Lebensjahr) ist durch die Weiterentwicklung bisher aufgebauter Funktionen und die Entstehung eines Gruppengefühls charakterisiert. In dieser Phase sehen sich Kinder als Teil einer Gemeinschaft, der sie sich verbunden fühlen.
Example: In der sensiblen Phase Montessori 3-6 entwickeln Kinder ein starkes Interesse an sozialen Interaktionen und Gruppenaktivitäten.
Der "soziale Neugeborene" (6.-12. Lebensjahr) erlebt die organisierte Gesellschaft und akzeptiert, dass das Zusammenleben von Gesetzen geprägt ist. In dieser Phase findet eine bewusste Zusammenschließung statt, und Kinder verstehen die Notwendigkeit von Zusammenhalt und Leitung in Gemeinschaften.
Vocabulary: Hirnreife Entwicklung bezieht sich auf den Prozess der Gehirnreifung, der in dieser Phase besonders intensiv ist und die kognitiven und sozialen Fähigkeiten beeinflusst.
Der "soziale Mensch" (ab 12. Lebensjahr) bildet Gefühle für die Gesellschaft als Ganzes aus. Montessori betonte in dieser Phase die Bedeutung von "Self-Help", also der Fähigkeit, eigenes Geld zu verdienen, nützliche Arbeit zu tun und Arbeit und Studium sinnvoll zu verbinden.
Example: In der Sensiblen Phase Sport entwickeln Jugendliche oft ein besonderes Interesse an körperlicher Betätigung und Teamaktivitäten.
Für die Altersgruppe von 13-18 Jahren beschrieb Montessori eine Sensitivität für persönliche Würde und soziale Verantwortung. Diese Phase ist geprägt von der Suche nach Selbstvertrauen, der Ablösung von den Eltern und dem Experimentieren mit eigenen Möglichkeiten.
Highlight: Die Gehirnentwicklung bis 25 Jahre zeigt, dass auch im jungen Erwachsenenalter noch wichtige neuronale Veränderungen stattfinden, insbesondere im präfrontalen Cortex, der für Entscheidungsfindung und Impulskontrolle zuständig ist.





























