Ursachen und Antriebskräfte von Globalisierungsprozessen
Die Ursachen der Globalisierung lassen sich in politische, technologische und gesellschaftlich-kulturelle Kategorien einteilen. Diese Faktoren treiben die globale Vernetzung und Interdependenz voran.
Politische Ursachen
In den späten 1970er Jahren fand in einigen Industrieländern eine Erneuerung der Marktwirtschaft statt, um Inflation und Wirtschaftskrisen entgegenzuwirken. Der EU-Binnenmarkt führte zu einer transnationalen marktwirtschaftlichen Erneuerung.
Highlight: Die Hinwendung zur Marktwirtschaft führte zur Aufhebung von Kapitalverkehrskontrollen und anderen Beschränkungen im Bankgeschäft.
Die Verpflichtung aller WTO-Mitgliedstaaten zu marktwirtschaftlichen Regeln verstärkte diesen Trend zusätzlich.
Technologische Ursachen
Die technologischen Ursachen liegen hauptsächlich in der kontinuierlichen Verbilligung des internationalen Verkehrs und der Kommunikation.
Beispiel: Leistungsfähigere Flugzeuge führten zu drastischen Preissenkungen im Flugverkehr, während im Telekommunikationsbereich die Preise für Telefongespräche sanken.
Moderne Informationssysteme ermöglichen eine kostengünstige Informationsbeschaffung, wie etwa Preisvergleiche.
Gesellschaftlich-kulturelle Ursachen
Diese Ursachen umfassen den zunehmenden Tourismus, die Verbreitung von Kenntnissen über fremde Länder durch Massenmedien, globale Werbestrategien und den verstärkten Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen.
Beispiel: Immer mehr Studenten studieren im Ausland oder absolvieren Auslandssemester, was den kulturellen Austausch fördert.
Diese Faktoren tragen zur Entstehung einer globalisierten Gesellschaft bei, in der kulturelle Grenzen zunehmend verschwimmen.









