Die Ausgangslage und ersten Reformen
Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt (1806) lag Preußen am Boden. Der Frieden von Tilsit (1807) zwang das Land zu hohen Reparationszahlungen und Gebietsverlusten. Die preußische Elite erkannte: Ohne grundlegende Reformen würde das Land untergehen.
Die Stein-Hardenbergschen Reformen starteten 1807 mit dem Oktoberedikt - der Bauernbefreiung. Die Leibeigenschaft wurde abgeschafft und alle Bauern erhielten persönliche Freiheit. Sie konnten jetzt Eigentum besitzen und mussten keine Frondienste mehr leisten.
Doch die Realität war hart: Viele Bauern konnten sich das Land nicht leisten und zogen in die Städte. Dort wurden sie zu Lohn- und Wanderarbeitern - der Grundstein für die Industrialisierung war gelegt.
Merke dir: Das Oktoberedikt befreite die Bauern rechtlich, aber viele wurden trotzdem wirtschaftlich schlechter gestellt!
Mit der Städteordnung (1808) bekamen Städte zum ersten Mal Selbstverwaltung. Bürger konnten ihre Vertreter wählen - die ersten demokratischen Schritte in Preußen.



































