Vormärz : Aufbruch und Unterdrückung
Nach dem Wiener Kongress 1814/15 herrschte in Deutschland die Restauration - die Fürsten wollten alles beim Alten lassen. Doch das Volk hatte andere Pläne! Zwei mächtige Bewegungen entstanden: Nationalismus (ein geeintes Deutschland) und Liberalismus (Freiheit und Grundrechte).
Die Karlsbader Beschlüsse von 1819 versuchten diese Bewegungen zu ersticken - Pressezensur, Überwachung der Unis, Verbot der Burschenschaften. Trotzdem ließen sich die Menschen nicht mundtot machen. Beim Wartburgfest 1817 und Hambacher Fest 1832 forderten sie lautstark "Einheit und Freiheit".
Das städtische Bildungs- und Besitzbürgertum wurde zur treibenden Kraft. Sie wollten endlich mitreden statt nur zuschauen! Gleichzeitig verschärfte sich durch den Pauperismus (Massenarmut) die soziale Frage - der Schlesische Weberaufstand 1844 war ein Vorbote kommender Revolutionen.
Merktipp: Vormärz = Zeit VOR dem März 1848. Hier braute sich der Sturm zusammen, der dann in der Revolution explodierte.






