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Analytische Geometrie – Wichtige Formeln einfach erklärt









Grundlagen der Vektorrechnung
Ortsvektoren sind deine Startposition im Koordinatensystem - sie zeigen vom Nullpunkt zu einem bestimmten Punkt. Du rechnest mit ihnen wie mit normalen Zahlen, nur dass jede Koordinate einzeln behandelt wird.
Bei der Vektoraddition addierst du einfach die entsprechenden Koordinaten: x₁+x₁, x₂+x₂, x₃+x₃. Der Verbindungsvektor zwischen zwei Punkten funktioniert nach der "Spitze minus Fuß"-Regel - das merkst du dir leicht!
Den Betrag eines Vektors berechnest du mit dem dreidimensionalen Pythagoras: √. Das ist nichts anderes als die Länge des Vektors im Raum. S-Multiplikation bedeutet, dass du jeden Koordinatenwert mit derselben Zahl multiplizierst - dadurch änderst du nur die Länge, nicht die Richtung.
Merke dir: Kollineare Vektoren (parallel zueinander) entstehen immer durch S-Multiplikation!

Skalarprodukt und Kreuzprodukt
Das Skalarprodukt ist dein bester Freund für Winkelberechnungen. Du multiplizierst die entsprechenden Koordinaten und addierst alles zusammen - heraus kommt eine normale Zahl, kein Vektor. Damit checkst du blitzschnell, ob zwei Vektoren senkrecht stehen .
Winkel zwischen Vektoren berechnest du mit der Formel φ = arccos. Klingt kompliziert, ist aber nur Skalarprodukt geteilt durch die beiden Beträge. Winkelhalbierenden findest du durch b⃗+a⃗ und b⃗-a⃗.
Das Kreuzprodukt gibt dir einen Vektor, der senkrecht auf beiden ursprünglichen Vektoren steht. Seine Länge entspricht der Fläche des Parallelogramms, das die beiden Vektoren aufspannen. Für ein Dreieck teilst du diese Fläche durch zwei.
Tipp: Wenn das Kreuzprodukt null ergibt, sind die Vektoren parallel!

Spatprodukt und Volumenberechnungen
Das Spatprodukt kombiniert Kreuzprodukt und Skalarprodukt zu einer mächtigen Formel. Es sagt dir nicht nur das Volumen eines Spats (dreidimensionales Parallelogramm), sondern auch, ob drei Vektoren ein Rechtssystem bilden.
Volumenberechnungen werden super einfach: Spat = |a⃗×b⃗∘c⃗|, Prisma = ½|a⃗×b⃗∘c⃗|, Pyramide = ⅓|a⃗×b⃗∘c⃗|, Tetraeder = ⅙|a⃗×b⃗∘c⃗|. Du siehst das Muster - alles baut auf dem Spatprodukt auf!
Die lineare Abhängigkeit von drei Vektoren erkennst du sofort: Ist das Spatprodukt null, sind sie abhängig (liegen in einer Ebene). Ist es ungleich null, spannen sie den ganzen dreidimensionalen Raum auf.
Praxis-Tipp: Das Spatprodukt ist dasselbe wie die Determinante einer 3×3-Matrix!

Linearkombinationen und Gleichungssysteme
Linearkombinationen zeigen, ob sich ein Vektor aus anderen zusammenbauen lässt. Du stellst dafür ein Gleichungssystem auf und löst es mit dem Gauß-Verfahren - das kennst du schon aus der Mittelstufe.
Eine Basis des ℝ³ brauchst du, um jeden Punkt im Raum eindeutig zu beschreiben. Drei Vektoren bilden eine Basis, wenn sie linear unabhängig sind. Die Standard-Basis e₁, e₂, e₃ kennst du bereits - das sind die Einheitsvektoren entlang der Koordinatenachsen.
Bei linearen Gleichungssystemen entscheidet der Rang über die Anzahl der Lösungen. Genau eine Lösung: Rang = 3. Unendlich viele Lösungen: Rang < 3, aber gleiche Ränge bei erweiterter Matrix. Keine Lösung: unterschiedliche Ränge bei normaler und erweiterter Matrix.
Abitur-relevant: Lerne die Rangkriterien auswendig - sie kommen garantiert dran!

Geraden im Raum
Geradengleichungen beschreibst du mit einem Stützvektor (Punkt auf der Geraden) und einem Richtungsvektor. Die Parameterform g: x⃗ = a⃗ + τ·u⃗ ist dabei dein Standard-Werkzeug. Mit zwei Punkten A und B wird der Richtungsvektor zu AB⃗.
Spurpunkte sind die Schnittpunkte einer Geraden mit den Koordinatenebenen. Du setzt eine Koordinate gleich null und löst nach dem Parameter auf - dann hast du den entsprechenden Spurpunkt.
Die Lage von Geraden zueinander checkst du systematisch: Parallel = gleiche Richtung, aber kein gemeinsamer Punkt. Identisch = gleiche Richtung und gemeinsamer Punkt. Schneidend = verschiedene Richtungen mit Schnittpunkt. Windschief = verschiedene Richtungen ohne Schnittpunkt.
Windschief-Check: Benutze (u⃗×v⃗)∘AB⃗ ≠ 0 - das ist der direkteste Weg!

Ebenen und ihre besonderen Lagen
Ebenengleichungen kommen in drei Formen: Parameterform (mit zwei Richtungsvektoren), Normalenform (mit Normalenvektor) und Koordinatenform . Du kannst zwischen allen drei Formen umrechnen.
Besondere Lagen erkennst du an fehlenden Koordinaten: Fehlt x₁, ist die Ebene parallel zur x₁-Achse. Fehlen x₁ und x₂, ist sie parallel zur x₁x₂-Ebene. Das ist logischer als es klingt!
Spurpunkte einer Ebene findest du, indem du jeweils zwei Koordinaten null setzt. Die Achsenabschnittsform x₁/s + x₂/t + x₃/u = 1 ist besonders praktisch, wenn du die Spurpunkte direkt ablesen willst.
Trick: In der Koordinatenform ist der Normalenvektor einfach (a,b,c)ᵀ!

Winkel- und Schnittpunktberechnungen
Winkelberechnungen basieren alle auf dem Skalarprodukt. Zwischen Vektoren und Geraden nimmst du den spitzen Winkel der Richtungsvektoren. Zwischen Ebenen den spitzen Winkel der Normalenvektoren.
Der Winkel zwischen Ebene und Gerade ist speziell: Du berechnest den Winkel zwischen Normalenvektor und Richtungsvektor, dann nimmst du den Komplementärwinkel (90° minus berechneter Winkel). Deshalb steht in der Formel Sinus statt Kosinus.
Schnittpunkt Gerade-Ebene findest du, indem du den allgemeinen Geradenpunkt in die Ebenengleichung einsetzt. Lotfußpunkte berechnest du über die Bedingung, dass der Verbindungsvektor senkrecht zur Geraden bzw. parallel zum Normalenvektor der Ebene steht.
Praxis-Tipp: Bei Lotfußpunkten immer die Senkrecht-Bedingung nutzen!

Abstände, Spiegelungen und komplexe Aufgaben
Abstandsberechnungen laufen fast immer über Lotfußpunkte. Punkt-Ebene: Lotfußpunkt berechnen und Distanz messen. Punkt-Gerade: Entweder über Lotfußpunkt oder über die Dreiecksflächenformel mit dem Kreuzprodukt.
Spiegelungen funktionieren nach dem Prinzip: Spiegelpunkt = Ursprungspunkt + 2·Lotvektor. Du berechnest also den Lotfußpunkt und gehst von dort nochmal die gleiche Strecke weiter. Bei Spiegelgeraden bestimmst du den Schnittpunkt und einen gespiegelten Punkt.
Projektionen und Schnittgeraden sind Abitur-Klassiker. Projektion einer Geraden in eine Ebene: Schnittpunkt + Lotfußpunkt eines Geradenpunkts ergeben die neue Gerade. Schnittgerade zweier Ebenen: Gleichungssystem aufstellen und lösen.
Komplexe Aufgaben: Zerlege sie in Einzelschritte - meist sind es nur Grundoperationen in cleverer Kombination!
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Das Kreuzprodukt gibt dir einen Vektor, der senkrecht auf beiden ursprünglichen Vektoren steht. Seine Länge entspricht der Fläche des Parallelogramms, das die beiden Vektoren aufspannen. Für ein Dreieck teilst du diese Fläche durch zwei.
Tipp: Wenn das Kreuzprodukt null ergibt, sind die Vektoren parallel!

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