Hier sind die wichtigsten Konzepte der Analysis für eure Klausuren!...
Mathe-Lernzettel Abitur: Analyse und Übungen









Kurvendiskussion
Eine Kurvendiskussion ist wie ein Steckbrief für Funktionen - ihr analysiert systematisch alle wichtigen Eigenschaften. Das ist ein echter Klassiker in Klausuren, also solltet ihr den Ablauf draufhaben!
Der Standard-Ablauf läuft immer gleich: Schnittpunkte mit den Achsen bestimmen (für x=0 und f=0), Extrempunkte finden (erste Ableitung null setzen), Monotonieverhalten untersuchen und das Grenzwertverhalten analysieren.
Bei den Wendepunkten braucht ihr die zweite Ableitung - null setzen und mit der dritten Ableitung oder Vorzeichenwechsel prüfen. Für die Symmetrie gilt: f = f bedeutet Achsensymmetrie, f = -f bedeutet Punktsymmetrie.
Das Krümmungsverhalten verrät euch, ob der Graph eine Links- oder Rechtskurve macht: f'' > 0 = Linkskurve, f'' < 0 = Rechtskurve.
Merktipp: Bei Extrempunkten ist f'' < 0 ein Hochpunkt, f'' > 0 ein Tiefpunkt - einfach merken als "negativ = nach unten geöffnet"!

Ableitungen und Funktionenscharen
Ableitungen sind das Herzstück der Analysis - sie zeigen euch die momentane Steigung an jedem Punkt. Während die Sekantensteigung nur die durchschnittliche Änderung zwischen zwei Punkten misst, gibt die Tangentensteigung (= Ableitung) die exakte Steigung an einem bestimmten Punkt an.
Die wichtigsten Ableitungsregeln sind schnell gelernt: Potenzregel (x^n wird zu n·x^), Summenregel (jeder Term einzeln ableiten) und Faktorregel (Konstanten bleiben vor der Ableitung stehen).
Funktionenscharen enthalten einen Parameter (meist a) - zu jedem Parameterwert gehört eine andere Funktion. Hier analysiert ihr erst das allgemeine Verhalten und bestimmt dann Ortskurven der Extrempunkte.
Bei "knickfrei" müssen zwei Funktionen den gleichen Funktionswert und die gleiche erste Ableitung haben. "Ruckfrei" bedeutet zusätzlich noch gleiche zweite Ableitung.
Praxis-Tipp: Tangentengleichungen braucht ihr ständig - erst ableiten für die Steigung, dann mit Punkt-Steigungsform die Gleichung aufstellen!

Funktionstypen im Überblick
Lineare Funktionen sind die Basis von allem. Die Steigung m bestimmt, ob der Graph steigt (positiv) oder fällt (negativ), b ist der y-Achsenabschnitt. Bei Gleichungssystemen gibt's drei Möglichkeiten: keine Lösung (parallele Geraden), eine Lösung (Schnittpunkt) oder unendlich viele (identische Geraden).
Quadratische Funktionen haben drei wichtige Formen: Normalform (ax² + bx + c), Scheitelpunktform a² + e und die faktorisierte Form. Der Parameter a bestimmt Öffnungsrichtung und Streckung - bei a > 1 wird gestreckt, bei 0 < a < 1 gestaucht.
Sinusfunktionen und Potenzfunktionen haben ihre eigenen Besonderheiten. Bei Sinus merkt euch die wichtigen Winkel (0°, 90°, 180°, 270°, 360°) und die entsprechenden Werte. Potenzfunktionen verhalten sich je nach Exponent unterschiedlich - gerade Exponenten sind achsensymmetrisch, ungerade punktsymmetrisch.
Die pq-Formel und quadratische Ergänzung sind eure Tools für Nullstellen. Bei der Diskriminante entscheidet das Vorzeichen: positiv = zwei Lösungen, null = eine Lösung, negativ = keine reelle Lösung.
Klausur-Hack: Macht bei quadratischen Funktionen immer eine Probe - setzt eure Nullstellen zurück in die ursprüngliche Gleichung ein!

Funktionsbegriffe und Transformationen
Der Funktionsbegriff ist fundamental: Jedem x-Wert wird genau ein y-Wert zugeordnet. Die Definitionsmenge enthält alle erlaubten x-Werte, die Wertemenge alle möglichen y-Werte. Bei Brüchen dürft ihr nie durch null teilen, bei Wurzeln muss der Radikand positiv sein.
Transformationen verschieben und verzerren Graphen systematisch. Bei a·f + d steuert jeder Parameter etwas anderes: a verändert y-Richtung (Streckung/Stauchung), b die x-Richtung, c verschiebt horizontal, d vertikal.
Wichtig bei Streckungen: In y-Richtung multipliziert ihr mit k, in x-Richtung setzt ihr x/k ein. Das führt oft zu Verwirrung, aber merkt euch: x-Richtung ist "umgekehrt"!
Die Normalensteigung ist der negative Kehrwert der Tangentensteigung. Wenn die Tangente Steigung 2 hat, hat die Normale Steigung -1/2. Der Steigungswinkel ergibt sich über tan α = m.
Versteh-Trick: Bei Transformationen ändert sich immer das Argument der Funktion oder die ganze Funktion - das hilft beim Unterscheiden von x- und y-Transformationen!

Integralrechnung Grundlagen
Die Integralrechnung ist das Gegenstück zum Ableiten - ihr berechnet Flächen unter Kurven. Das bestimmte Integral ∫[a bis b] f dx gibt euch die Flächenbilanz zwischen Graph und x-Achse im Intervall [a,b].
Wichtig: Flächeninhalt und Integralwert sind nicht immer gleich! Liegt die Kurve unter der x-Achse, wird das Integral negativ. Für den echten Flächeninhalt müsst ihr Betragsstriche setzen oder die Bereiche einzeln berechnen.
Die Aufleitungsregeln sind umgekehrte Ableitungsregeln: x^n wird zu x^/, Konstanten bleiben erhalten, Summen werden getrennt integriert. Bei trigonometrischen Funktionen: sin wird zu -cos, cos zu sin.
Rechenregeln erleichtern das Leben: Integrale mit gleichen Grenzen sind null, Grenzentausch ändert das Vorzeichen, und ihr könnt Integrale über aneinandergrenzende Intervalle addieren (Intervalladditivität).
Anwendungs-Tipp: Denkt an Sachzusammenhänge - Geschwindigkeit integriert ergibt Weg, Beschleunigung integriert Geschwindigkeit!

Erweiterte Integralrechnung
Uneigentliche Integrale behandeln unbegrenzte Flächen, wo sich der Graph einer Asymptote nähert. Ihr berechnet das Integral mit einer variablen Grenze und bildet dann den Grenzwert - manchmal konvergiert die Fläche gegen einen endlichen Wert, manchmal divergiert sie.
Bei Flächen zwischen zwei Graphen bildet ihr die Differenzfunktion d = f - g. Zuerst Schnittpunkte bestimmen, dann d über die entsprechenden Intervalle integrieren. Das Vorzeichen zeigt an, welcher Graph oben liegt.
Rotationskörper entstehen, wenn ihr eine Fläche um die x-Achse dreht. Das Volumen berechnet ihr mit V = π ∫[a bis b] (f)² dx. Stellt euch vor, der Körper wird in dünne Scheiben zerlegt - jede Scheibe ist ein kleiner Zylinder.
Der Mittelwert einer Funktion ergibt sich aus · ∫[a bis b] f dx. Das ist besonders nützlich bei Anwendungsaufgaben, wo ihr durchschnittliche Raten berechnen müsst.
Visualisierungs-Hilfe: Bei Rotationskörpern denkt an bekannte Formen - eine Parabel um die x-Achse gedreht ergibt einen Paraboloid!

Steckbriefaufgaben und Extremwertprobleme
Steckbriefaufgaben sind wie Kriminalfälle - aus gegebenen Eigenschaften müsst ihr die Funktionsgleichung rekonstruieren. Startet mit einem allgemeinen Ansatz (meist kubisch: ax³ + bx² + cx + d) und übersetzt die Bedingungen in Gleichungen.
Typische Bedingungen: "geht durch Punkt" bedeutet f(x₀) = y₀, "Extrempunkt" bedeutet f'(x₀) = 0, "Wendepunkt" bedeutet f''(x₀) = 0. "Berührt die x-Achse" ist eine doppelte Nullstelle, also f(x₀) = 0 und f'(x₀) = 0.
Extremwertaufgaben folgen einem festen Schema: Extremalbedingung aufstellen (was soll maximal/minimal werden?), Nebenbedingung finden (welche Beschränkung gibt's?), Zielfunktion bilden durch Einsetzen.
Der Definitionsbereich ist entscheidend - prüft immer die Randwerte! Manchmal liegt das absolute Extremum am Rand, nicht im Inneren. Vergesst den Antwortsatz nicht - schreibt eure Lösung in einem vollständigen Satz mit Einheit.
Erfolgs-Strategie: Macht bei Steckbriefaufgaben eine Probe - setzt eure gefundene Funktion in alle ursprünglichen Bedingungen ein!

Gleichungslösungsverfahren
Verschiedene Lösungsverfahren für verschiedene Probleme - ihr müsst das passende Tool auswählen! Die Produkt-Null-Regel funktioniert, wenn ihr Faktoren habt: Ein Produkt ist null, wenn mindestens ein Faktor null ist.
Substitution vereinfacht komplizierte Gleichungen - ersetzt komplexe Terme durch einfache Variablen (z.B. x² durch z). Die pq-Formel ist euer Standardwerkzeug für quadratische Gleichungen, die quadratische Ergänzung führt zur Scheitelpunktform.
Bei linearen Gleichungssystemen habt ihr drei Methoden: Additionsverfahren (Gleichungen so kombinieren, dass eine Variable wegfällt), Einsetzungsverfahren (eine Variable isolieren und einsetzen), Gleichsetzungsverfahren (beide nach derselben Variable auflösen).
Potenzgesetze sind fundamental: xⁿ · xᵐ = xⁿ⁺ᵐ, xⁿ : xᵐ = xⁿ⁻ᵐ, (xⁿ)ᵐ = xⁿ·ᵐ. Die Linearfaktorzerlegung zerlegt Polynome in ihre Faktoren - die Nullstellen werden zu Linearfaktoren mit getauschtem Vorzeichen.
Effizienz-Tipp: Wählt das Lösungsverfahren nach der Struktur der Gleichung - bei "schönen" Zahlen oft Additionsverfahren, bei einer isolierbaren Variable das Einsetzungsverfahren!
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Ableitungen sind das Herzstück der Analysis - sie zeigen euch die momentane Steigung an jedem Punkt. Während die Sekantensteigung nur die durchschnittliche Änderung zwischen zwei Punkten misst, gibt die Tangentensteigung (= Ableitung) die exakte Steigung an einem bestimmten Punkt an.
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Bei "knickfrei" müssen zwei Funktionen den gleichen Funktionswert und die gleiche erste Ableitung haben. "Ruckfrei" bedeutet zusätzlich noch gleiche zweite Ableitung.
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Sinusfunktionen und Potenzfunktionen haben ihre eigenen Besonderheiten. Bei Sinus merkt euch die wichtigen Winkel (0°, 90°, 180°, 270°, 360°) und die entsprechenden Werte. Potenzfunktionen verhalten sich je nach Exponent unterschiedlich - gerade Exponenten sind achsensymmetrisch, ungerade punktsymmetrisch.
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Klausur-Hack: Macht bei quadratischen Funktionen immer eine Probe - setzt eure Nullstellen zurück in die ursprüngliche Gleichung ein!

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Der Funktionsbegriff ist fundamental: Jedem x-Wert wird genau ein y-Wert zugeordnet. Die Definitionsmenge enthält alle erlaubten x-Werte, die Wertemenge alle möglichen y-Werte. Bei Brüchen dürft ihr nie durch null teilen, bei Wurzeln muss der Radikand positiv sein.
Transformationen verschieben und verzerren Graphen systematisch. Bei a·f + d steuert jeder Parameter etwas anderes: a verändert y-Richtung (Streckung/Stauchung), b die x-Richtung, c verschiebt horizontal, d vertikal.
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