Funktionen sind überall um uns herum - von der Handy-Rechnung...
Mathe Lernzettel EF: Vorbereitung auf die Klausur











Grundlagen von Funktionen
Stell dir eine Funktion wie eine perfekte Maschine vor: Du gibst einen x-Wert rein und bekommst immer genau einen y-Wert raus. Das ist das Grundprinzip jeder Funktion.
Eine Funktionsgleichung wie f = 3x² + 5 zeigt dir die Rechenvorschrift. Der Definitionsbereich gibt an, welche x-Werte du einsetzen darfst. Aufpassen musst du bei zwei Dingen: niemals durch null teilen und keine Wurzel aus negativen Zahlen ziehen.
Die Schreibweise ist wichtig: x ∈ D bedeutet "x ist Element des Definitionsbereichs", x ∉ D heißt "x gehört nicht dazu". So weißt du immer, womit du rechnen kannst.
Merktipp: Eine Funktion ist wie ein Automat - ein Input, ein Output, immer zuverlässig!

Wertebereich und Intervalle
Der Wertebereich sammelt alle möglichen y-Werte einer Funktion. Bei geraden Exponenten wie x² bekommst du nie negative Ergebnisse, bei ungeraden wie x³ ist alles möglich.
Intervalle helfen dir, Bereiche sauber aufzuschreiben. [a,b] schließt die Randwerte ein, (a,b) lässt sie weg. Gemischte Schreibweisen wie [a,b) sind auch möglich - praktisch für Definitionslücken.
Die Kurzschreibweisen ℝ⁺ (positive Zahlen ohne null) und ℝ₀⁺ (positive Zahlen mit null) sparst du dir viel Schreibarbeit. In Aufgaben heißen x-Werte oft "Stellen" und y-Werte "Funktionswerte".
Praxistipp: Zeichne dir schwierige Intervalle auf einem Zahlenstrahl - dann siehst du sofort, was gemeint ist!

Lineare und quadratische Funktionen
Lineare Funktionen f = mx + b sind Geraden. Die Steigung m zeigt, wie steil es wird, b ist der y-Achsenabschnitt. Die Nullstelle findest du mit f = 0.
Quadratische Funktionen gibt's in drei Formen: Die allgemeine Form ax² + bx + c, die Scheitelpunktform a² + e und die faktorisierte Form ax-n₁$$x-n₂. Jede Form hat ihre Vorteile je nach Aufgabe.
Nullstellen findest du mit verschiedenen Methoden: pq-Formel, Ausklammern, Wurzelziehen oder direkt aus der faktorisierten Form ablesen. Der Streckfaktor a bestimmt, ob die Parabel gestaucht oder gestreckt wird.
Strategietipp: Wähle die Lösungsmethode je nach gegebener Form - das spart Zeit und Nerven!

Nullstellen berechnen
Nullstellen zu finden ist wie Detektivarbeit - verschiedene Methoden für verschiedene Fälle. Bei faktorisierten Formen liest du die Nullstellen direkt ab: Wenn ax-1$$x-3 = 0 ist, sind die Nullstellen x = 1 und x = 3.
Der Satz vom Nullprodukt ist dein bester Freund: Ein Produkt ist null, wenn mindestens ein Faktor null ist. Beim Ausklammern ziehst du gemeinsame Faktoren vor die Klammer.
Umformen und Wurzelziehen funktioniert, wenn du die Gleichung auf x² = Zahl bringen kannst. Dann ziehst du einfach die Wurzel und denkst an beide Vorzeichen!
Erfolgstrick: Prüfe deine Nullstellen immer durch Einsetzen in die ursprüngliche Gleichung!

Potenzfunktionen verstehen
Potenzfunktionen f = a·xⁿ verhalten sich je nach Exponent völlig unterschiedlich. Gerade Exponenten (2, 4, 6...) schaffen achsensymmetrische Graphen zur y-Achse, ungerade Exponenten (1, 3, 5...) punktsymmetrische zum Ursprung.
Bei geraden Exponenten sind alle Funktionswerte positiv (für a > 0), bei ungeraden wechselt das Vorzeichen. Der Streckfaktor a bestimmt: |a| > 1 streckt, |a| < 1 staucht, a < 0 spiegelt an der x-Achse.
Alle Potenzfunktionen laufen durch den Ursprung (0|0) und die charakteristischen Punkte (1|a) und . Das Monotonieverhalten hängt vom Exponenten ab.
Visualisierungstipp: Skizziere immer die Grundform zuerst, dann überlege dir die Transformationen!

Negative Exponenten und Hyperbeln
Potenzfunktionen mit negativen Exponenten f = ax⁻ⁿ sind Hyperbeln. Sie haben eine Definitionslücke bei x = 0, weil du dort durch null teilen würdest.
Diese Definitionslücke teilt den Graph in zwei Äste. Die Koordinatenachsen werden zu Asymptoten - Linien, denen sich der Graph unendlich annähert, ohne sie zu berühren.
Gerade negative Exponenten erzeugen achsensymmetrische Hyperbeln, ungerade negative Exponenten punktsymmetrische. Der Wertebereich ist immer ℝ{0} - alle reellen Zahlen außer null.
Asymptoten-Regel: Die Graphenteile schmiegen sich an beide Koordinatenachsen an, berühren sie aber nie!

Transformationen von Funktionen
Verschiebungen sind einfach: f + e verschiebt nach oben/unten, f nach links/rechts. Aufpassen: Bei x-Verschiebungen ist das Vorzeichen umgedreht!
Streckungen und Stauchungen in y-Richtung: a·f mit |a| > 1 streckt, |a| < 1 staucht. Bei a < 0 kommt noch eine Spiegelung an der x-Achse dazu.
In x-Richtung funktioniert f(b·x) genau umgekehrt: b > 1 staucht den Graph (wird schmaler), 0 < b < 1 streckt ihn (wird breiter). Das verwirrt am Anfang, aber mit Übung wird's automatisch.
Transformations-Trick: Arbeite systematisch: erst Streckungen, dann Verschiebungen - so verlierst du nicht den Überblick!

Detaillierte Transformationsregeln
Transformationen folgen klaren Mustern, die du dir merken kannst. Streckfaktor in y-Richtung: g = a·f - je größer |a|, desto steiler wird der Graph. Bei a < 0 wird zusätzlich gespiegelt.
Transformationen in x-Richtung sind trickreich: g = f(b·x) staucht bei b > 1 und streckt bei 0 < b < 1. Das liegt daran, dass größere b-Werte die x-Werte schneller "durchlaufen".
Die Kombination aller Transformationen: g = a·f + d gibt dir die komplette Kontrolle. Rechne immer von innen nach außen: erst b und c (x-Richtung), dann a und d (y-Richtung).
Übungsidee: Nimm eine einfache Funktion wie f = x² und probiere verschiedene Parameter aus - so bekommst du ein Gefühl dafür!

Trigonometrische Funktionen transformieren
Die Sinusfunktion f = sin hat Amplitude 1 und Periode 2π. Mit g = a·sin + d kannst du sie komplett anpassen.
Amplitude ändern: |a| bestimmt die Höhe der Schwingung. Periode ändern: Die neue Periode ist 2π/|b| - größeres b macht schnellere Schwingungen, kleineres b langsamere.
Phasenverschiebung: c verschiebt die komplette Funktion nach links (c > 0) oder rechts (c < 0). Vertikalverschiebung: d hebt oder senkt die Mittellinie der Schwingung.
Sinus-Tipp: Bei trigonometrischen Funktionen hilft es, sich die Transformationen als Veränderungen einer Schwingung vorzustellen!

Ganzrationale Funktionen (Polynome)
Ganzrationale Funktionen sind die "Allrounder" unter den Funktionen: f = aₙxⁿ + ... + a₁x + a₀. Der höchste Exponent n bestimmt den Grad, der Leitkoeffizient aₙ das Verhalten für große x-Werte.
Das absolute Glied a₀ ist der y-Achsenabschnitt - den liest du direkt ab. Der Definitionsbereich ist immer ℝ, da du keine problematischen Operationen hast.
Je höher der Grad, desto mehr "Wendungen" kann der Graph haben. Polynome sind super wichtig, weil sie viele reale Phänomene gut beschreiben können.
Polynome-Power: Diese Funktionen können fast jede beliebige Form annehmen - deshalb sind sie in der Mathematik so beliebt!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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