Grundlagen der Kinematik
Bewegungen sind Ortsveränderungen von Körpern über einen bestimmten Zeitraum und werden immer relativ zu einem Bezugssystem beschrieben. Beim Betrachten von Bewegungen unterscheiden wir hauptsächlich zwischen gleichförmigen (konstante Geschwindigkeit) und gleichmäßig beschleunigten Bewegungen.
Um zu bestimmen, wie schnell sich ein Körper bewegt, nutzen wir die Durchschnittsgeschwindigkeit. Sie wird berechnet, indem wir die zurückgelegte Strecke Δs durch die dafür benötigte Zeit Δt teilen: v = Δs/Δt. Mathematisch entspricht dies der Steigung einer Sekante im s-t-Diagramm.
Die Momentangeschwindigkeit gibt an, wie schnell ein Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Sie lässt sich als Grenzwert der Durchschnittsgeschwindigkeit für ein unendlich kleines Zeitintervall (Δt→0) bestimmen. In der mathematischen Sprache entspricht dies der ersten Ableitung der Weg-Zeit-Funktion: v = s'.
💡 Ein wichtiger Zusammenhang: Der Flächeninhalt unterhalb eines t-v-Graphen entspricht immer dem zurückgelegten Weg – unabhängig davon, ob der Graph gerade oder gekrümmt ist.



