Die Fuge als zentrale Kompositionsform des Barock
Die Fuge entwickelte sich zu einer der wichtigsten und komplexesten Kompositionsformen der Barock Musik. Sie zeichnet sich durch ihre strenge kontrapunktische Struktur aus.
Definition: Eine Fuge ist eine polyphone Kompositionsform, in der ein Thema (Dux) nacheinander in verschiedenen Stimmen imitiert wird.
Wichtige Begriffe der Fugenkomposition:
- Dux: Die Stimme, die das Thema vorgibt
- Comes: Die zweite Stimme, die das Thema auf der Dominante nachahmt
- Kontrasubjekt/Kontrapunkt: Gegenstimme zum Comes
- Exposition: Erste Durchführung des Themas in allen Stimmen
- Zwischenspiel: Verbindende Passagen zwischen den Durchführungen
Example: Ein berühmtes Fuge Beispiel ist Johann Sebastian Bachs "Das Wohltemperierte Klavier", eine Sammlung von Präludien und Fugen in allen Tonarten.
Der typische Fuge Aufbau folgt diesem Schema:
- Einstimmige Präsentation des Themas
- Einsatz der zweiten Stimme mit dem Thema in der Quint-Tonart
- Weitere Stimmen folgen mit dem Thema in Grund- und Quint-Tonart
- Abschluss der Exposition
- Mehrere Durchführungen, oft in verschiedenen Tonarten
- Abschluss in der Grundtonart
Vocabulary: Kontrapunkt Fuge bezeichnet die Technik, bei der mehrere melodische Linien gleichzeitig erklingen und sich gegenseitig ergänzen.





































