Aufbau der Elektronenbeugungsröhre
Stell dir vor, du könntest Elektronen wie Lichtstrahlen beobachten - genau das macht eine Elektronenbeugungsröhre möglich! Der Glühdraht wird durch Heizspannung erhitzt und gibt Elektronen frei (glühelektrischer Effekt). Diese werden durch die Beschleunigungsspannung UB zur Anode beschleunigt.
Das Herzstück ist der polykristalline Graphitkristall. Er besteht aus vielen kleinen Einzelkristallen (Kristalliten), die wild durcheinander in verschiedenen Winkeln angeordnet sind. Da Graphit nicht kubisch ist, hat er zwei verschiedene Netzebenenabstände.
Wenn die Elektronen auf den Graphit treffen, passiert etwas Magisches: Sie werden reflektiert und interferieren miteinander! Durch die chaotische Anordnung der Kristallite gibt es immer welche, die die Bragg-Bedingung erfüllen. Auf der Fluoreszenzschicht entstehen dann konzentrische Interferenzringe - ein klarer Beweis für den Wellencharakter der Elektronen.
Merktipp: Die vielen verschiedenen Winkel der Kristallite sorgen dafür, dass immer welche den perfekten "Glanzwinkel" für die Reflexion haben!



