Das Michelson Interferometer und Interferenz an dünnen Schichten
Ein Interferometer ist ein optisches Gerät, mit dem wir Längenänderungen bis auf Bruchteile einer Wellenlänge genau messen können. Das Michelson Interferometer nutzt monochromatisches Licht, das durch einen Strahlteiler in zwei Teilstrahlen aufgespalten wird, die nach Reflexion an Spiegeln wieder zusammengeführt werden.
Bei der Überlagerung der Teilstrahlen entstehen Interferenzmuster. Maximale Intensität erhältst du, wenn der Gangunterschied ein Vielfaches der Wellenlänge ist . Verschiebst du einen Spiegel um λ/4, wechselt das Muster von einem Maximum zu einem Minimum.
Merke: Mit dem Interferometer kannst du extrem kleine Abstandsänderungen messen. Dies wird in der Präzisionsmesstechnik und sogar beim Nachweis von Gravitationswellen genutzt!
Bei dünnen Schichten wie Seifenblasen oder Ölfilmen beobachten wir farbige Interferenzmuster. Hier überlagern sich die Lichtwellen, die an der Vorder- und Rückseite der Schicht reflektiert werden. Je nach Dicke der Schicht verstärken (konstruktive Interferenz) oder löschen (destruktive Interferenz) sich bestimmte Wellenlängen aus.
Wichtig zu beachten ist der Phasensprung bei der Reflexion: Geht das Licht von einem optisch dünneren zu einem optisch dichteren Medium (n₂ > n₁), erfährt es einen Phasensprung von π. Diese Erkenntnis wird bei der optischen Vergütung von Brillengläsern genutzt, um störende Reflexionen zu minimieren.











