Die ersten beiden Stufen: Sensomotorisch und Präoperatorisch
In den ersten zwei Lebensjahren läuft alles über Sinne und Bewegung. Babys lernen die Welt durch Anfassen, Schmecken und Betrachten kennen - sie entwickeln dabei wichtige Fähigkeiten wie die Objektpermanenz. Das bedeutet: Sie verstehen ab etwa 8 Monaten, dass Mama auch da ist, wenn sie gerade nicht im Raum steht.
Zwischen 2 und 6 Jahren können Kinder dann schon mental vorstellen, was nicht direkt da ist. Sie können sich an den Spielplatz erinnern oder sich ausmalen, wie es dort aussieht. Allerdings denken sie noch sehr egozentrisch - sie sehen alles nur aus ihrer eigenen Perspektive.
Ein typisches Beispiel ist das Umschüttexperiment: Schüttest du Wasser aus einem breiten Glas in ein schmales, denken Kinder in dieser Phase, es wäre plötzlich mehr Wasser geworden. Sie fokussieren sich nur auf einen Aspekt (die Höhe) und übersehen den Rest.
Merktipp: In den ersten Jahren läuft alles über "anfassen und ausprobieren" - erst später kommt das abstrakte Denken dazu!



