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Nationalsozialismus NS

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Nationalsozialismus NS

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Ideologie
2.5 Prinzipien der Erziehung im Nationalsozialismus am Beispiel der
Jugendprganisationen HJ und BDM
Weltanschauung => NS

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GLOSSAR Ideologie 2.5 Prinzipien der Erziehung im Nationalsozialismus am Beispiel der Jugendprganisationen HJ und BDM Weltanschauung => NS als totalitäres Regime faschistischer Ausprägung, d.h. rassistisch, antisemitisch, antiparlamentarisch Antisemitismus Hass/Abneigung gegenüber Juden -> Rassismus mit rassenbiologischem Hintergrund Rassenlehre NS-Theorie -> Menschheit in verschiedene Rassen unterteilt! Arische Rasse sei überlegen Totalitarismus Diktatorische Herrschaftsform -> Bürger staatlichem System unterworfen -> Individuum hat keine Macht Führerprinzip Politisches Prinzip des NS -> Autorität nur vom Führer ausgeübt -> Bürger gehorcht und folgt (Indoktrination durch HJ, Musik etc.) Volksgemeinschaft Volk als Rasse- und Weltanschauungsgemeinschaft ->Individuum ordnet sich Gemeinschaft unter (,,Du bist nichts, dein Volk ist alles") Vererbung/Anlage Weitergabe von Anlagen einer Generation in die nächste !Fokus Erziehung ->Erziehung optimiert in Grenzen d. Anlagen ->Ausartung durch Auslese Rasse Gruppe von Individuen die sich im Phänotyp ähneln -> willkürlich gewählte Merkmale zur Abgrenzung Typus Urgestallt ähnlicher Dinge => NS-Zeit: Führerprinzip & ,,der Arier" -> Erziehung zum Typus als Ziel GRUNDPRINZIPIEN nationalsozialistischer Anschauung 1.Rassenprinzip • Die arische Rasse steht über allen anderen • Rasse ist angeboren + bestimmt Mensch & seine Werte Verbindung mit Antisemitismus -> Juden als ,,Antirasse" 2. Prinzip von Kampf und Gewalt ● Krieg & Kampfbereitschaft als natürlich und notwendig • Bewirkt totale Politisierung ● Opferbereitschaft, Disziplin und Gehorsamkeit wird erwartet 3. Führerprinzip • Hitler als Führer an oberster Stelle ● • Unterordnung & Gefolgschaft des Individuums • Organisationen (SS-Elite, HJ, BDM etc.) nach Führerprinzip organisiert 4. Gemeinschaftsprinzip Entindividualisierung des Individuums Volksgemeinschaft (,,Du bist nichts, Dein Volk ist alles") + Führer (,,Führer befiehl, wir folgen Dir") ● • Nationalstolz durch Gruppe verstärkt Übelegenheitsgefühl der eigenen Rasse (arische) als Ganzes IDEALER...

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HITLERJUNGE Befehl und gehorsam, gewalttätig, herrisch, unerschrocken und grausam, politische Soldaten welche in der Öffentlichkeit debattieren, Umgang mit Waffen, nur in der Gruppe ist man bedeutsam, Tapferkeit und Stärke > Tod nur gerechtfertigt, wenn er der Gemeinschaft gedient hat ansonsten sei der Tod ein Zeichen von Schwäche Religionsersatz durch Tatenruhm" erfüllt sich in schafft Artgemäße Tugenden Ehre Treue Gehorsam Einsatzfreude -Kameradschaft Ergebnis: Macht ohne Moral" Gemeinschaftsfroh Ideologramm FÜHRER das personifizierte Gewissen seines Volkes Volksgemeinschaft auf rassischer Grundlage Gefolgschaft Biologische Anthropologie Frauentätigkeiten Erziehung: eine Funktion der Volksgemeinschaft (Funktionale Erziehung) „Zucht". Ergebnis: Der eindeutige Typ: nordisch bestimmter deutscher Mensch. Abkehr von Intellektualismus und Personalismus. Dafür Irrationalismus führt zu gliedert sich aus in Ausrichtung Formation Erbtüchtig IDEALES HITLERMÄDCHEN tapfere, starke Frau (ebenbürtig mit den Männern) > Kameradinnen ihrer Männer, sie sollen nationalsozialistisch handeln und denken und diesen Gedanken kritikos an die nächste Generation heranführen, Rolle der Mutter, JUGENDORGANISATIONEN Allgemeines: - Ausschließlich deutsche, arische Mitglieder - Verpflichtete Mitgliedschaft (ab 1939) - Regional und nach Altersgruppen gegliedert - Hierarchisch + undemokratisch - Erziehung zur nationalsozialistischen Ideologie - besetzt & bestimmt die Freizeit -> möglichst wenig kritischer Einfluss von außen Hitler Jugend (HJ): • Hochzeit 8,7 mio. Mitglieder Jungen körperlich gesund & sportlich halten Jungen mit Verantwortung konfrontieren -> Befehls- und Gehorsamsstrucktur ● ● • soll starke Männer/Soldaten hervorbringen -> Tapferkeit, selbstloser Dienst, etc. • Unterordnung ihres Ichs unter den Geist der Gemeinschaft BALDUR VON SCHIRACH (Gebrauchspädagogik) • war Reichsjugendführer + später Gauleiter & Reichsstatthalter • sein Ziel: HJ soll ,,Volksempfinden" verkörpern & die NS- Ideologie vermitteln • entwirft neue pädagogische Leitmotive (Ehre, Dienst, Kameradschaft, Vorbild) • Erlebnis Situationen" im Vordergrund Gemeinschaft muss man erleben, nicht nur propagieren (erzeugt Emotionen) • sieht Schulen als Station ideologischer Ausrichtung (z. B. durch Einführung neuer Fächer) führt HJ-Pflicht + Hitler-Schulen ein ERZIEHUNGSSTILE Politisch-gesellschaftlich • Kein Klassendünkel • Wille zur einer Einordnung • Wille, Deutschland zu dienen • Verantwortliche Aufgabe (nicht kritisch) Politische Soldaten • In der Öffentlichkeit debattierend • Tapfere Frauen, Kameradinnen ihrer Männer Nationalistisch denkende und handelnde Mütter (Familie) Ideologisch • Heranzüchten kerngesunder Körper • Gefühlsmäßig, intellektualität zweitrangig • Ausmerzung menschlicher Domestikation • Deutsch denkend und handelnd Soldat einer Idee" • Nationalsozialitisch moralisch - sittlich charakterlich • Tugenden wie treu, Gehorsam, friedliebend (untergeordnet), hart, mutig, ehrliebend, erhaft, stolz • Tugenden wie gewalttätig, herrisch, unerschrocken, grausam, begerrscht, heroisch Kameradschaftlich Bund Deutscher Mädel (BDM): • fördert Pflichterfüllung und Selbstzucht • Streben nach Schönheit (Körper, Seele, Geist) • soll stolze & edle Frauen hervorbringen -> Vorbereitung auf Mutterrolle • Unterordnung ihres Ichs unter den Geist der Gemeinschaft GEGENORGANISATIONEN / WIDERSTANDSKÄMPFER • Die Weiße Rose (Geschwister Scholl) • Die Edelweißpiraten • Kurt Hahn • Janusz Korczak (Begründungen) Einheit des Reiches und des Volkes Gehorsam in der Hierarchie Nationales Denken Struktur Befehl-Gehorsam Bürger des Staates wie Soldaten (Befehlsempfänger) Geschult für ideologische Debatte Von Staat festgelegte Frauenrolle Weiterreichung der nationalsozialistischen Ideologie an die Kinder Nationalsozialistische Ideologie des Herrenmenschen ,,Mit wissen verdirbt man Jugend" (von Schirach) Sozialdarwinistische Begründung: ,,Recht des Stärkeren" (gegen Kultur) National und völkisch Befehl und Gehorsam auch weltanschaulich Weltanschauliche Grundidee Alle Tugenden sind im Blick auf das Volk und das Reich (im nationalsozialistischen Sinn) bestimmt Tugenden im Blick auf den Krieg Nach innen ausgerichtet (auf das eigene Volk) (m/w) (m/w) (m/w) (m/w) (m) (m) (w) (w) (m/w) (m/w) (m/w) (m/w) (m) (m/w) (m/w) (m) (m/w) GLIEDERUNG UND AUFBAU DER HITLER-JUGEND Gebiet etwa 150.000 Jungen Bann etwa 3.000 Junge Stamm etwa 600 Jungen ● Gefolgschaft etwa 160 Jungen Schar etwa 40 Jungen Kameradschaft etwa 10 Jungen HJ HITLERJUGEND Jungen (14 bis 18 Jahre) Übernahme der NS-Ideologie VERHINDERUNGSSTRATEGIE ADORNO ,,Erziehung nach Auschwitz" Hauptaussagen: Jungbann etwa 3.000 Jungen Reichsjugendführung Jungstamm etwa 600 Jungen Fähnlein etwa 160 Jungen Jungzug etwa 40 Jungen ERKLÄRUNGSANSATZ MITSCHERLICH & MITSCHERLICH ** Psychoanalytischer Ansatz • Ich-Ideal: seelisches Selbstbild (wie, was man seinen oder werden möchte) Jungenschaft etwa 10 Jungen DJ DEUTSCHES JUNGVOLK IN DER HITLERJUGEND Jungen (14 bis 18 Jahre) • Hitler wird zum Vorbild bzw. ersetzt das ,,Ich" im Ich-Ideal • Ich-Ideal rückt an Stelle des Über-Ichs • Autoritäre Erziehung vor und während der NS-Zeit fördert autoritätsgläubigen Geist o Faschismus durch Zerfall der alten Autorität (Kaiserreich) o Menschen sind Freiheit noch nicht gewachsen" einfach beeinflussbar • Forderung: Auschwitz darf sich nicht wiederholen! Nötige pädagogische Maßnahmen: Aufklärung über NS-Zeit & generelle politische Lage ▸ zur Verringerung der politischen Manipulierbarkeit • kritisches Denken anregen • zur Autonomie/Selbstbestimmung erziehen ● Möglichkeit des Ausleben der individuellen Identität • Liebe und Empathiefähigkeit fördern Obergau etwa 150.000 Mädchen Untergau etwa 3.000 Mädchen Mädelring etwa 600 Mädchen Mädelgruppe etwa 160 Mädchen Mädelschar etwa 40 Mädchen Mädelschaft etwa 10 Mädchen BDM BUND DEUTSCHER MÄDEL IN DER HITLERJUGEND Mädchen (14 bis 21 Jahre) Jungmädelgau etwa 5.000 Mädchen Jungmädelring etwa 600 Mädchen Jungmädelgruppe etwa 160 Mädchen Jungmädelschar etwa 40 Mädchen Jungmädelschaft etwa 10 Mädchen JM JUNGMÄDEL IN DER HITLERJUGEND Mädchen (10 bis 14 Jahre) ERKLÄRUNGSANSATZ GIESEKE soziologischer Ansatz • Identität als soziales Phänomen (durch soziale Zugehörigkeit & Anerkennung bestimmt) • NS-Ideologie beantwortet existenzielle Grundfragen der Identitäsentwicklung ermöglicht einfache Identifikation • Zusätzliche Abgrenzung von anderen (z.B. Juden) stärkt das Wir-Gefühl DU BIST NICHTS DAS VOLK IST ALLES A. UND M. MITSCHERLICH: Ein psychoanalytisch orientierter Erklärungsansatz zur Erklärung, warum die Massen beim Terror mitgemacht haben Erklärung: • Die Leute haben ihre Werte nicht mit denen des Führers assimiliert, sondern die ihren aufgegeben • Hitler als Objekt der Liebe der Masse (aufgrund von Selbstliebe; narzisstische Grundlage) charakteristisch für die narzisstischer Objektwahl: Realitätsvergessenheit • Hitlers Worte = Wahrheit, Gesetz Möglichkeit zur Distanzierung geht verloren ▸ Person wird ,,akut überfremdet" zugrundeliegende Beobachtungen der Schreibenden: WW2 Soldaten erinnerten sich mehr ihrer (rühmenswerten) Leistungen ohne Beachtung ihrer Befehlshaber und dem Grund, der NS-Ideologie. ● Nach Hitlers Tod: • Notsituation aufgrund der Abhängigkeit Bevölkerung durch die Abhängigkeit mit in die Schande hineingezogen • Selbstbild bricht zusammen • Gefühl von Verlassenheit → Verdrängung / (Selbst-)Mord ● IDENTITÄTSKRISEN UND LÖSUNGSVERSUCHE (SOZIOLOGISCH) Identität nach Giesecke: ,,Die Menschen, die Hitler folgte, waren auf der Suche nach ihrer verlorenen Identität und Hitler versprach, dieser wiederzufinden" • Identität als bedeutsames, soziales Phänomen = bedeutet anerkannte, soziale Zugehörigkeit resultiert aus subjektiv befriedigenden Antworten auf einige wenige existenzielle Grundfragen = Wer bin ich? = Zu wem gehöre ich? = Wozu bin ich da? = Lösungswege zur Identitätsfindung: 1. Anpassung an vorgegebene Normen und Regeln der sozialen Gemeinschaft „Typus" = ,,ich bin einer von..." (Zugehörigkeit) geringer Spielraum für individuelle Variation -Anerkennung durch Rückmeldung der anderen Gemeinschaftsmitglieder 2. totale Individualisierung (Bindekraft der Gemeinschaft fehlt hier). Typus" könnte nicht herausgebildet werden -Freiraum müsste durch eigene Entscheidungen/ Identifikationen gefüllt werden • Maßstab für das Gelingen der Identität müsste in die subjektive Innerlichkeit verlegt werden ,,Liebe macht blind" / ein neues Selbst-Ideal • Die Liebe der Masse zum Führer → ermunterte deren frustriertes Ich, ein neues Selbst-Ideal anzustreben. • Dies sorgte für große Strapazierfähigkeit der Massen? Moral vergessen, körperlich? ● was wiederum auch ihre Selbstachtung steigerte. Entstehung des Ich-Ideals Bürger in Notlage suchen Halt ● Sicherheit durch Hitler (Hitler = stark) • Identifizierung mit Hitler erfolgt • Hitler wird zum Abbild des Ich-Ideals der Bürger zum personifizierten Gewissen (Über-Ich) • Bürger verspüren ein Gefühl der Einigung Volksgemeinschaft steht hinter Hitler • Aggression und Rivalitäten durch Einigung stark gemindert wird dafür auf Fremdgruppen projiziert Warum folgten die Menschen, in der NS-Zeit, in Massen Hitler? • NS-Ideologie (Volksgemeinschaft") liefert klare Aussagen, im Bezug auf die von Giesecke angeführten Fragen = ,,ein Deutscher" =,,zur deutschen Volksgemeinschaft": ,,um in dieser Volksgemeinschaft meine Pflichten zu tun" => soziale Zugehörigkeit sollte so geschaffen und anerkannt werden (Status in der Volksgemeinschaft) →HJ, BDM, Schule + Fächer usw (Eingrenzungen) • da das Selbstwertgefühl bereits sehr angeschlagen war, haben sie andere Meinungen als Feindschaft empfunden ▸ Gefühl der Bedrohung des Wir-Gefühls => Idee der „Volksgemeinschaft" bedeutete Feindschaft zu Anderen, denn schaltet man diese aus, würde eine soziale Geborgenheit wieder möglich andere Identitätsanbieter wurden zu dieser Zeit verhindert rationale Argumentationen, Kompromissbereitschaft, Toleranz wurde verhindert (hätten die eigene Identität angegriffen = Heimatverteidigung) =>„,wenn die andere Seite recht hat, (ist) die eigene soziale Heimat bedroht" Aktualitätsbezug →ähnelt soziologischem Ansatz noch Hurrelmann (soz. Ressourcen usw.. Identitätsfindung als lebenslanger Prozess • die Menschen suchen immer noch soziale Beziehungen, die ihnen Rückmeldungen zur Bestätigung der Identität geben wir leben alle in irgendwelchem informellen Gruppen = normative Gemeinschaften Mitglieder vertreten gemeinsame Grundüberzeugungen und der Toleranzspielraum ist zwar vorhanden allerdings begrenzt Funktion der Gruppe soll nämlich nicht in Frage gestellt werden => Urteil von Menschen, dessen Meinung uns wichtig ist ermöglicht, eine sozial stabile Identität! werden falsche soziale Rückmelder gewählt (siehe Identitätsangebot von Hitler), besitzt man nur einen Wert innerhalb dieser Organisationen (= für die Außenwelt kaum brauchbar). • es dürfen nicht nur Kosten-Nutzen-Rechnungen gemacht werden eine soziale Heimat ist ebenfalls notwendig = Schaffung sozialer Felder (z.B. verlässliche Familien, Freundschaften usw.) gelingt dies nicht: Leistungsdruck/- Erwartungen, kann dazu führen, dass man sich schon mit labilen Identitäten zufrieden gibt flüchten in irgendwelche", „akzeptable" Strukturen (siehe =radikale Gruppierungen) anders aufgeschrieben Psychoanalytischer Erklärungsansatz nach MITSCHERLICH UND MITSCHERLICH • Massenführer tritt an Stelle des Ich-Ideals > indem ich ihm folge/ verehre wird Stück des fantasierten Ich-Ideals verwirklicht > wird ein Teil von mir • Eigene Fantasie und Versprechungen des Massenführers gegen Verschmelzung ein ● Begabung des Führers: die durch eine gegenwärtige Notlage getroffenen Idealvorstellungen seiner Anhänger anzusprechen und Abhilfe in Aussicht zu stellen • Führer verlangt altes Gewissen dem neuen aufzuopfern = Umkehrung des Gewissens (viralem bei erwachsenen) o Gewissen unterliegt ich-ideal • Menschen nicht mehr in rivalisierenden Gruppen geteilt da können sich miteinander identifizieren da gemeinsames Ideal (Führer) Aggressionen werden nun auf andere Fremdgruppen übertragen (zb Juden, Nazibewegung) ● • Jeder wird als Feind empfunden der Idealbildung und feindselige Haltung nicht mitmacht • Zum Führer stellt sich ein Hörigkeitsverhältnis (Hoher Grad an Unfreiheit) > im falschen Bewusstsein wird es als Selbstwertgefühl (Gefühl der Befreiung) erlebt > dann passiert etwas Paradoxes: Massen erniedrigen sich vor Führer im Zustand ihrer Hörigkeit um neues Selbstwertgefühlzu erlangen • Ohne Frustration etc war es trotzdem nicht > Was die Motivation gibt: die Ermunterung an frustriertes-ich Spannung zu einem neuen ich ideal wieder herzustellen > somit sind Massen fähig zu ertragen was Selbstachtung steigert nach Tod Hitlers: • Notsituation aufgrund der Abhängigkeit > Bevölkerung wird mit in Schande gezogen • Selbstbild zerbricht • Gefühl von Verlassenheit > Verdrängung / Selbstmord ERKLÄRUNGSANSATZ NACH GIESEKE • Menschen auf Suche nach verlorener Identität > Hitler versprach diese wiederzufinden • Identität soll auf gewisse existenzielle Grundfragen antworten: Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Wozu bin ich da? - Antworten aus der NS Ideologie: ein deutscher, zur deutschen Volksgemeintschaft, Um in dieser Volksgemeintschaft meine Pflicht zu tun • Politisch-ideologische Fanatismus der Auseinandersetzung ähnlich psychosozialer Heimatverteidigung > wenn andere Seite recht hat, ist eigene soziale Heimat bedroht • Identität primär soziales Phänomen, stellt sich ein wenn sich Mensch sozial zugehörig fühlt • Identität immer auch Abgrenzung > wer bin ich nicht? - normalerweise keine Abgrenzung mit Feindschaft - 1933 jedoch Selbstwertgefühl erheblich angeschlagen ist Feindschaft gegen andere wesentlicher Bestandteil des sonst zu schwachen wir-Gefühls • Idee der Volksgemeintschaft früher direkt Feindschaft zu anderen (juden etc) > nicht wegen anderer Meinung sondern weil Meinung Bedrohung für Identität • 2 extreme Möglichkeiten der Identitätsfindung: 1) Anpassung an vorgegeben Normen > im Sinne eines „Typus" > kaum individuelle vriation möglich, Anerkennung von Gemeintschaftsmitgliedern. 2) totale Individualisierung > kein Typus, keine bindekraft der Gemeintschaft > muss mit individuellen Entscheidungen gefüllt werden, soziale Rückmeldung entfällt / muss mit sich selbst ausgemacht werden • Aktuell: ● Identitätsfindung und -Behauptung lebenslanger Prozess > früher nicht akzeptabel • Früherer Gedanke: wer sich als Erwachsener sozial unbehaust / entfremdet fühlte führte das auf Feind zurück die ihm das angetan haben > konnte man Feinde ausschalten würde sich soziale Geborgenheit wieder herstellen • Auch heute suchen Menschen nach sozialen Gruppen die Rückmeldung zur Bestätigung der Identität geben > ,, Bezugsgruppen"> haben normative Gemeinsamkeiten > man brauch also heute Kreis von Menschen deren Urteil uns wichtig ist um Identität sozial stabilisieren zu können • Dabei ähnliche Fehler wie früher möglich: wählen der falschen sozialen Gruppen > „falsch" = nur wert in Organisation, außerhalb unbrauchbar • Menschen brauchen soziale Heimat (nicht nur Kosten-Nutzen-Rechnung) > Schaffung sozialer Felder (zb Familie / Freunde) Gelingt dies nicht: Leistungsdruck / Erwartungen können dazu führen dass man sich mit labilen Identitäten zufrieden gibt > flüchten in ,,akzeptable" Strukturen (zb radikale Gruppierungen)

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Dafür Irrationalismus führt zu gliedert sich aus in Ausrichtung Formation Erbtüchtig IDEALES HITLERMÄDCHEN tapfere, starke Frau (ebenbürtig mit den Männern) > Kameradinnen ihrer Männer, sie sollen nationalsozialistisch handeln und denken und diesen Gedanken kritikos an die nächste Generation heranführen, Rolle der Mutter, JUGENDORGANISATIONEN Allgemeines: - Ausschließlich deutsche, arische Mitglieder - Verpflichtete Mitgliedschaft (ab 1939) - Regional und nach Altersgruppen gegliedert - Hierarchisch + undemokratisch - Erziehung zur nationalsozialistischen Ideologie - besetzt & bestimmt die Freizeit -> möglichst wenig kritischer Einfluss von außen Hitler Jugend (HJ): • Hochzeit 8,7 mio. Mitglieder Jungen körperlich gesund & sportlich halten Jungen mit Verantwortung konfrontieren -> Befehls- und Gehorsamsstrucktur ● ● • soll starke Männer/Soldaten hervorbringen -> Tapferkeit, selbstloser Dienst, etc. • Unterordnung ihres Ichs unter den Geist der Gemeinschaft BALDUR VON SCHIRACH (Gebrauchspädagogik) • war Reichsjugendführer + später Gauleiter & Reichsstatthalter • sein Ziel: HJ soll ,,Volksempfinden" verkörpern & die NS- Ideologie vermitteln • entwirft neue pädagogische Leitmotive (Ehre, Dienst, Kameradschaft, Vorbild) • Erlebnis Situationen" im Vordergrund Gemeinschaft muss man erleben, nicht nur propagieren (erzeugt Emotionen) • sieht Schulen als Station ideologischer Ausrichtung (z. B. durch Einführung neuer Fächer) führt HJ-Pflicht + Hitler-Schulen ein ERZIEHUNGSSTILE Politisch-gesellschaftlich • Kein Klassendünkel • Wille zur einer Einordnung • Wille, Deutschland zu dienen • Verantwortliche Aufgabe (nicht kritisch) Politische Soldaten • In der Öffentlichkeit debattierend • Tapfere Frauen, Kameradinnen ihrer Männer Nationalistisch denkende und handelnde Mütter (Familie) Ideologisch • Heranzüchten kerngesunder Körper • Gefühlsmäßig, intellektualität zweitrangig • Ausmerzung menschlicher Domestikation • Deutsch denkend und handelnd Soldat einer Idee" • Nationalsozialitisch moralisch - sittlich charakterlich • Tugenden wie treu, Gehorsam, friedliebend (untergeordnet), hart, mutig, ehrliebend, erhaft, stolz • Tugenden wie gewalttätig, herrisch, unerschrocken, grausam, begerrscht, heroisch Kameradschaftlich Bund Deutscher Mädel (BDM): • fördert Pflichterfüllung und Selbstzucht • Streben nach Schönheit (Körper, Seele, Geist) • soll stolze & edle Frauen hervorbringen -> Vorbereitung auf Mutterrolle • Unterordnung ihres Ichs unter den Geist der Gemeinschaft GEGENORGANISATIONEN / WIDERSTANDSKÄMPFER • Die Weiße Rose (Geschwister Scholl) • Die Edelweißpiraten • Kurt Hahn • Janusz Korczak (Begründungen) Einheit des Reiches und des Volkes Gehorsam in der Hierarchie Nationales Denken Struktur Befehl-Gehorsam Bürger des Staates wie Soldaten (Befehlsempfänger) Geschult für ideologische Debatte Von Staat festgelegte Frauenrolle Weiterreichung der nationalsozialistischen Ideologie an die Kinder Nationalsozialistische Ideologie des Herrenmenschen ,,Mit wissen verdirbt man Jugend" (von Schirach) Sozialdarwinistische Begründung: ,,Recht des Stärkeren" (gegen Kultur) National und völkisch Befehl und Gehorsam auch weltanschaulich Weltanschauliche Grundidee Alle Tugenden sind im Blick auf das Volk und das Reich (im nationalsozialistischen Sinn) bestimmt Tugenden im Blick auf den Krieg Nach innen ausgerichtet (auf das eigene Volk) (m/w) (m/w) (m/w) (m/w) (m) (m) (w) (w) (m/w) (m/w) (m/w) (m/w) (m) (m/w) (m/w) (m) (m/w) GLIEDERUNG UND AUFBAU DER HITLER-JUGEND Gebiet etwa 150.000 Jungen Bann etwa 3.000 Junge Stamm etwa 600 Jungen ● Gefolgschaft etwa 160 Jungen Schar etwa 40 Jungen Kameradschaft etwa 10 Jungen HJ HITLERJUGEND Jungen (14 bis 18 Jahre) Übernahme der NS-Ideologie VERHINDERUNGSSTRATEGIE ADORNO ,,Erziehung nach Auschwitz" Hauptaussagen: Jungbann etwa 3.000 Jungen Reichsjugendführung Jungstamm etwa 600 Jungen Fähnlein etwa 160 Jungen Jungzug etwa 40 Jungen ERKLÄRUNGSANSATZ MITSCHERLICH & MITSCHERLICH ** Psychoanalytischer Ansatz • Ich-Ideal: seelisches Selbstbild (wie, was man seinen oder werden möchte) Jungenschaft etwa 10 Jungen DJ DEUTSCHES JUNGVOLK IN DER HITLERJUGEND Jungen (14 bis 18 Jahre) • Hitler wird zum Vorbild bzw. ersetzt das ,,Ich" im Ich-Ideal • Ich-Ideal rückt an Stelle des Über-Ichs • Autoritäre Erziehung vor und während der NS-Zeit fördert autoritätsgläubigen Geist o Faschismus durch Zerfall der alten Autorität (Kaiserreich) o Menschen sind Freiheit noch nicht gewachsen" einfach beeinflussbar • Forderung: Auschwitz darf sich nicht wiederholen! Nötige pädagogische Maßnahmen: Aufklärung über NS-Zeit & generelle politische Lage ▸ zur Verringerung der politischen Manipulierbarkeit • kritisches Denken anregen • zur Autonomie/Selbstbestimmung erziehen ● Möglichkeit des Ausleben der individuellen Identität • Liebe und Empathiefähigkeit fördern Obergau etwa 150.000 Mädchen Untergau etwa 3.000 Mädchen Mädelring etwa 600 Mädchen Mädelgruppe etwa 160 Mädchen Mädelschar etwa 40 Mädchen Mädelschaft etwa 10 Mädchen BDM BUND DEUTSCHER MÄDEL IN DER HITLERJUGEND Mädchen (14 bis 21 Jahre) Jungmädelgau etwa 5.000 Mädchen Jungmädelring etwa 600 Mädchen Jungmädelgruppe etwa 160 Mädchen Jungmädelschar etwa 40 Mädchen Jungmädelschaft etwa 10 Mädchen JM JUNGMÄDEL IN DER HITLERJUGEND Mädchen (10 bis 14 Jahre) ERKLÄRUNGSANSATZ GIESEKE soziologischer Ansatz • Identität als soziales Phänomen (durch soziale Zugehörigkeit & Anerkennung bestimmt) • NS-Ideologie beantwortet existenzielle Grundfragen der Identitäsentwicklung ermöglicht einfache Identifikation • Zusätzliche Abgrenzung von anderen (z.B. Juden) stärkt das Wir-Gefühl DU BIST NICHTS DAS VOLK IST ALLES A. UND M. MITSCHERLICH: Ein psychoanalytisch orientierter Erklärungsansatz zur Erklärung, warum die Massen beim Terror mitgemacht haben Erklärung: • Die Leute haben ihre Werte nicht mit denen des Führers assimiliert, sondern die ihren aufgegeben • Hitler als Objekt der Liebe der Masse (aufgrund von Selbstliebe; narzisstische Grundlage) charakteristisch für die narzisstischer Objektwahl: Realitätsvergessenheit • Hitlers Worte = Wahrheit, Gesetz Möglichkeit zur Distanzierung geht verloren ▸ Person wird ,,akut überfremdet" zugrundeliegende Beobachtungen der Schreibenden: WW2 Soldaten erinnerten sich mehr ihrer (rühmenswerten) Leistungen ohne Beachtung ihrer Befehlshaber und dem Grund, der NS-Ideologie. ● Nach Hitlers Tod: • Notsituation aufgrund der Abhängigkeit Bevölkerung durch die Abhängigkeit mit in die Schande hineingezogen • Selbstbild bricht zusammen • Gefühl von Verlassenheit → Verdrängung / (Selbst-)Mord ● IDENTITÄTSKRISEN UND LÖSUNGSVERSUCHE (SOZIOLOGISCH) Identität nach Giesecke: ,,Die Menschen, die Hitler folgte, waren auf der Suche nach ihrer verlorenen Identität und Hitler versprach, dieser wiederzufinden" • Identität als bedeutsames, soziales Phänomen = bedeutet anerkannte, soziale Zugehörigkeit resultiert aus subjektiv befriedigenden Antworten auf einige wenige existenzielle Grundfragen = Wer bin ich? = Zu wem gehöre ich? = Wozu bin ich da? = Lösungswege zur Identitätsfindung: 1. Anpassung an vorgegebene Normen und Regeln der sozialen Gemeinschaft „Typus" = ,,ich bin einer von..." (Zugehörigkeit) geringer Spielraum für individuelle Variation -Anerkennung durch Rückmeldung der anderen Gemeinschaftsmitglieder 2. totale Individualisierung (Bindekraft der Gemeinschaft fehlt hier). Typus" könnte nicht herausgebildet werden -Freiraum müsste durch eigene Entscheidungen/ Identifikationen gefüllt werden • Maßstab für das Gelingen der Identität müsste in die subjektive Innerlichkeit verlegt werden ,,Liebe macht blind" / ein neues Selbst-Ideal • Die Liebe der Masse zum Führer → ermunterte deren frustriertes Ich, ein neues Selbst-Ideal anzustreben. • Dies sorgte für große Strapazierfähigkeit der Massen? Moral vergessen, körperlich? ● was wiederum auch ihre Selbstachtung steigerte. Entstehung des Ich-Ideals Bürger in Notlage suchen Halt ● Sicherheit durch Hitler (Hitler = stark) • Identifizierung mit Hitler erfolgt • Hitler wird zum Abbild des Ich-Ideals der Bürger zum personifizierten Gewissen (Über-Ich) • Bürger verspüren ein Gefühl der Einigung Volksgemeinschaft steht hinter Hitler • Aggression und Rivalitäten durch Einigung stark gemindert wird dafür auf Fremdgruppen projiziert Warum folgten die Menschen, in der NS-Zeit, in Massen Hitler? • NS-Ideologie (Volksgemeinschaft") liefert klare Aussagen, im Bezug auf die von Giesecke angeführten Fragen = ,,ein Deutscher" =,,zur deutschen Volksgemeinschaft": ,,um in dieser Volksgemeinschaft meine Pflichten zu tun" => soziale Zugehörigkeit sollte so geschaffen und anerkannt werden (Status in der Volksgemeinschaft) →HJ, BDM, Schule + Fächer usw (Eingrenzungen) • da das Selbstwertgefühl bereits sehr angeschlagen war, haben sie andere Meinungen als Feindschaft empfunden ▸ Gefühl der Bedrohung des Wir-Gefühls => Idee der „Volksgemeinschaft" bedeutete Feindschaft zu Anderen, denn schaltet man diese aus, würde eine soziale Geborgenheit wieder möglich andere Identitätsanbieter wurden zu dieser Zeit verhindert rationale Argumentationen, Kompromissbereitschaft, Toleranz wurde verhindert (hätten die eigene Identität angegriffen = Heimatverteidigung) =>„,wenn die andere Seite recht hat, (ist) die eigene soziale Heimat bedroht" Aktualitätsbezug →ähnelt soziologischem Ansatz noch Hurrelmann (soz. Ressourcen usw.. Identitätsfindung als lebenslanger Prozess • die Menschen suchen immer noch soziale Beziehungen, die ihnen Rückmeldungen zur Bestätigung der Identität geben wir leben alle in irgendwelchem informellen Gruppen = normative Gemeinschaften Mitglieder vertreten gemeinsame Grundüberzeugungen und der Toleranzspielraum ist zwar vorhanden allerdings begrenzt Funktion der Gruppe soll nämlich nicht in Frage gestellt werden => Urteil von Menschen, dessen Meinung uns wichtig ist ermöglicht, eine sozial stabile Identität! werden falsche soziale Rückmelder gewählt (siehe Identitätsangebot von Hitler), besitzt man nur einen Wert innerhalb dieser Organisationen (= für die Außenwelt kaum brauchbar). • es dürfen nicht nur Kosten-Nutzen-Rechnungen gemacht werden eine soziale Heimat ist ebenfalls notwendig = Schaffung sozialer Felder (z.B. verlässliche Familien, Freundschaften usw.) gelingt dies nicht: Leistungsdruck/- Erwartungen, kann dazu führen, dass man sich schon mit labilen Identitäten zufrieden gibt flüchten in irgendwelche", „akzeptable" Strukturen (siehe =radikale Gruppierungen) anders aufgeschrieben Psychoanalytischer Erklärungsansatz nach MITSCHERLICH UND MITSCHERLICH • Massenführer tritt an Stelle des Ich-Ideals > indem ich ihm folge/ verehre wird Stück des fantasierten Ich-Ideals verwirklicht > wird ein Teil von mir • Eigene Fantasie und Versprechungen des Massenführers gegen Verschmelzung ein ● Begabung des Führers: die durch eine gegenwärtige Notlage getroffenen Idealvorstellungen seiner Anhänger anzusprechen und Abhilfe in Aussicht zu stellen • Führer verlangt altes Gewissen dem neuen aufzuopfern = Umkehrung des Gewissens (viralem bei erwachsenen) o Gewissen unterliegt ich-ideal • Menschen nicht mehr in rivalisierenden Gruppen geteilt da können sich miteinander identifizieren da gemeinsames Ideal (Führer) Aggressionen werden nun auf andere Fremdgruppen übertragen (zb Juden, Nazibewegung) ● • Jeder wird als Feind empfunden der Idealbildung und feindselige Haltung nicht mitmacht • Zum Führer stellt sich ein Hörigkeitsverhältnis (Hoher Grad an Unfreiheit) > im falschen Bewusstsein wird es als Selbstwertgefühl (Gefühl der Befreiung) erlebt > dann passiert etwas Paradoxes: Massen erniedrigen sich vor Führer im Zustand ihrer Hörigkeit um neues Selbstwertgefühlzu erlangen • Ohne Frustration etc war es trotzdem nicht > Was die Motivation gibt: die Ermunterung an frustriertes-ich Spannung zu einem neuen ich ideal wieder herzustellen > somit sind Massen fähig zu ertragen was Selbstachtung steigert nach Tod Hitlers: • Notsituation aufgrund der Abhängigkeit > Bevölkerung wird mit in Schande gezogen • Selbstbild zerbricht • Gefühl von Verlassenheit > Verdrängung / Selbstmord ERKLÄRUNGSANSATZ NACH GIESEKE • Menschen auf Suche nach verlorener Identität > Hitler versprach diese wiederzufinden • Identität soll auf gewisse existenzielle Grundfragen antworten: Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Wozu bin ich da? - Antworten aus der NS Ideologie: ein deutscher, zur deutschen Volksgemeintschaft, Um in dieser Volksgemeintschaft meine Pflicht zu tun • Politisch-ideologische Fanatismus der Auseinandersetzung ähnlich psychosozialer Heimatverteidigung > wenn andere Seite recht hat, ist eigene soziale Heimat bedroht • Identität primär soziales Phänomen, stellt sich ein wenn sich Mensch sozial zugehörig fühlt • Identität immer auch Abgrenzung > wer bin ich nicht? - normalerweise keine Abgrenzung mit Feindschaft - 1933 jedoch Selbstwertgefühl erheblich angeschlagen ist Feindschaft gegen andere wesentlicher Bestandteil des sonst zu schwachen wir-Gefühls • Idee der Volksgemeintschaft früher direkt Feindschaft zu anderen (juden etc) > nicht wegen anderer Meinung sondern weil Meinung Bedrohung für Identität • 2 extreme Möglichkeiten der Identitätsfindung: 1) Anpassung an vorgegeben Normen > im Sinne eines „Typus" > kaum individuelle vriation möglich, Anerkennung von Gemeintschaftsmitgliedern. 2) totale Individualisierung > kein Typus, keine bindekraft der Gemeintschaft > muss mit individuellen Entscheidungen gefüllt werden, soziale Rückmeldung entfällt / muss mit sich selbst ausgemacht werden • Aktuell: ● Identitätsfindung und -Behauptung lebenslanger Prozess > früher nicht akzeptabel • Früherer Gedanke: wer sich als Erwachsener sozial unbehaust / entfremdet fühlte führte das auf Feind zurück die ihm das angetan haben > konnte man Feinde ausschalten würde sich soziale Geborgenheit wieder herstellen • Auch heute suchen Menschen nach sozialen Gruppen die Rückmeldung zur Bestätigung der Identität geben > ,, Bezugsgruppen"> haben normative Gemeinsamkeiten > man brauch also heute Kreis von Menschen deren Urteil uns wichtig ist um Identität sozial stabilisieren zu können • Dabei ähnliche Fehler wie früher möglich: wählen der falschen sozialen Gruppen > „falsch" = nur wert in Organisation, außerhalb unbrauchbar • Menschen brauchen soziale Heimat (nicht nur Kosten-Nutzen-Rechnung) > Schaffung sozialer Felder (zb Familie / Freunde) Gelingt dies nicht: Leistungsdruck / Erwartungen können dazu führen dass man sich mit labilen Identitäten zufrieden gibt > flüchten in ,,akzeptable" Strukturen (zb radikale Gruppierungen)