Piagets Grundprinzipien der kognitiven Entwicklung
Du kennst das sicher: Ein kleines Kind sieht zum ersten Mal eine Katze und ruft "Hund!" - genau so funktioniert Assimilation. Das Kind ordnet neue Erfahrungen in bereits bekannte Muster (Schemata) ein.
Wenn das Kind dann lernt "Das ist eine Katze", erweitert es sein Wissen durch Akkomodation. Diese beiden Prozesse laufen immer gleichzeitig ab und helfen uns, unser Verständnis der Welt ständig anzupassen.
Schemata sind wie mentale Ordner, in denen wir unser Wissen über Objekte und Ereignisse strukturieren. Durch Äquilibration streben wir nach einem Gleichgewicht zwischen dem, was wir schon wissen, und neuen Erfahrungen.
Merktipp: Assimilation = Einordnen, Akkomodation = Erweitern!
Sensomotorische Phase (0-2 Jahre)
Babys entdecken die Welt hauptsächlich durch ihre Sinne und Bewegungen. Am Anfang sind sie total egozentrisch - alles dreht sich um den eigenen Körper und angeborene Reflexe wie Saugen.
Ein Meilenstein ist die Objektpermanenz: Das Kind begreift, dass Mama auch dann noch da ist, wenn sie sich hinter den Händen versteckt. Vorher dachten Babys wirklich, verschwundene Gegenstände existieren nicht mehr.
Die Phase entwickelt sich von einfachen Reflexen über zufällige Bewegungskombinationen bis hin zu zielgerichtetem Verhalten. Gegen Ende können Kinder sogar Hilfsmittel benutzen, um an Spielzeug zu kommen.




