Grundlagen der Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert
Kriege zeichnen sich durch klare Merkmale aus: mindestens zwei bewaffnete Parteien (eine davon staatlich), organisierte Strukturen und planmäßige Angriffe. Erst wenn ein Jahr keine Kampfhandlungen stattfinden, gilt ein Krieg als beendet. Kriege lassen sich in verschiedene Typen einteilen – von Antiregime- über zwischenstaatliche bis zu Dekolonisationskriegen – wobei sich diese Formen häufig überlagern.
Im 21. Jahrhundert unterscheiden wir zwischen "alten" und "neuen" Kriegen. Neue Kriege charakterisieren sich durch Privatisierung (substaatliche Akteure), Asymmetrie (ungleiche Machtverhältnisse) und Demilitarisierung, wobei Zivilisten oft im Fokus stehen. Diese Akteure halten sich typischerweise nicht an internationales Kriegsrecht.
Beim Verständnis von Frieden differenzieren wir zwischen negativem und positivem Frieden. Negativer Frieden bedeutet lediglich die Abwesenheit von Gewalt, während positiver Frieden ein Leben in Sicherheit mit gewährleisteten Rechten und Schutz umfasst. Der Übergang vom Krieg zum Frieden verläuft in Phasen – von organisierter militärischer Gewaltanwendung über Gewaltdrohungen und Rüstungskontrolle bis hin zu Kooperation und Integration.
Gut zu wissen: Die Europäische Union gilt als Modell für die höchste Stufe des Friedens (Phase 4), in der Kooperation und Integration verwirklicht sind.








