Weitere grundlegende koordinative Fähigkeiten
Die Liste der grundlegenden koordinativen Fähigkeiten nach Meinel/Schnabel setzt sich wie folgt fort:
- Orientierungsfähigkeit
- Gleichgewichtsfähigkeit
- Umstellungsfähigkeit
- Rhythmisierungsfähigkeit
Beispiel: Die Gleichgewichtsfähigkeit ist besonders wichtig für Sportarten wie Turnen oder Skifahren, wo der Körper ständig in Balance gehalten werden muss.
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Fähigkeiten nicht angeboren sind, sondern erlernt, gefestigt und weiterentwickelt werden müssen.
Für ein effektives Koordinations-Techniktraining gibt es mehrere wichtige Tipps:
- Lernen ist einfacher als Umlernen: Von Anfang an die richtigen Bewegungsmuster erlernen.
- Vielfalt statt Einfalt: Variation und Abwechslung der Übungsaufgaben fördern die Effizienz.
- Vom Einfachen zum Schweren: Progression in der Schwierigkeit der Übungen.
- Selbstständiges Üben: Fördert Eigenständigkeit und Motivation.
- Koordination vor Kondition: Koordinative Übungen sollten vor konditionellen Einheiten platziert werden.
Highlight: Das "Goldene Lernalter" zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr bietet eine besondere Lernfähigkeit im Bereich der koordinativen Fähigkeiten.
Die Entwicklung koordinativer Fähigkeiten ist ein lebenslanger Prozess:
- In der Pubertät können Wachstumsschübe zu koordinativen Schwierigkeiten führen, weshalb gezielte Förderung wichtig ist.
- Im Erwachsenenalter kann die Anwendung und Variation des Koordinationsrepertoires die "motorische Schlagfertigkeit" fördern und zur Unfallprävention beitragen.
Vocabulary: Motorische Schlagfertigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit, schnell und angemessen auf unerwartete Bewegungssituationen zu reagieren.




