Hier sind die wichtigsten Punkte für eure Sportklausur in Q3!...
Leichtathletik: Ein Überblick über beliebte Disziplinen











Kugelstoßen - Grundlagen und Haltung
Kugelstoßen ist pure Kraftübertragung - und die richtige Technik macht den Unterschied! Die Kugelhaltung bildet das Fundament: Legt die Kugel auf eure Fingerwurzeln, nicht in die Handfläche. Daumen und kleiner Finger stabilisieren seitlich, während ihr die Kugel fest an die Schlüsselbeingrube drückt.
Der Standstoß ist euer Sprungbrett zum Erfolg. Ein perfekt ausgeführter Standstoß schlägt oft eine schlampige Gleit- oder Drehtechnik. Konzentriert euch also zuerst auf diese Basis!
Das Geheimnis liegt in der Verwringung zwischen Schulter- und Beckenachse. Stellt euch vor, ihr spannt euren Körper wie eine Feder - die linke Seite zeigt in Stoßrichtung, während eure Schultern noch abgewandt sind. Diese Spannung explosionsartig zu lösen, katapultiert die Kugel nach vorn.
Merkt euch: Ein guter Standstoß schlägt schlechte komplizierte Techniken!

Kugelstoßen - Bewegungsablauf und Technik
Die Nachstellschritttechnik bringt Schwung in euren Stoß. Das Timing ist entscheidend: "seit - ran - seit" ist der Rhythmus, den ihr verinnerlichen müsst. Während der Bewegung bleibt die Verwringung bestehen - dreht euch erst beim eigentlichen Abstoß!
Der explosive Moment kommt durch die Streck-Dreh-Bewegung eures Rumpfes. Euer ganzer Körper streckt sich wie ein Katapult, vom rechten Bein über die Hüfte bis zu den Schultern. Am Ende seid ihr komplett gestreckt.
Häufige Fehler vermeiden: Dreht den Oberkörper nicht zu früh! Viele machen den Fehler, schon beim Angehen zu rotieren. Haltet die Spannung bis zum letzten Moment. Und vergesst nicht: Die Kugel wird gestoßen, nicht geworfen - der Ellbogen bleibt außen!
Praxis-Tipp: Übt zuerst den Standstoß aus der Schrittstellung, bevor ihr euch an die Bewegung wagt!

Sprint - Start und Beschleunigung
Sprinten beginnt mit dem perfekten Start - hier entscheiden Millisekunden! Das Kommando kennt ihr: "Auf die Plätze - Fertig - Los!" bis 400m, bei längeren Strecken nur "Auf die Plätze". Nach dem ersten Fehlstart gibt's eine Verwarnung, beim zweiten seid ihr raus.
Die wichtigsten Startkriterien sind blitzschnelle Reaktion, explosives Beschleunigungsvermögen und saubere Technik. Übt verschiedene Startvarianten: Fallstart, Hochstart oder Start aus dem Kniehebelauf. Jede Methode trainiert andere Aspekte eurer Startfähigkeit.
Der Tiefstart mit Startblöcken ist Pflicht bis 400m. Vorderes Bein etwa zwei Fußlängen hinter der Linie, hinteres Bein drei Fußlängen. Bei "Fertig" hebt ihr das Becken, das Gewicht verteilt sich gleichmäßig. Beim Startschuss explodiert ihr nach vorn - das hintere Bein schwingt flach vor, der Oberkörper bleibt stark geneigt.
Erfolgsformel: Schnelle Reaktion + explosive Kraft + saubere Technik = perfekter Start!

Sprint - Regeln und Technik
Fehlstarts passieren schneller als gedacht! Jede Bewegung vor dem Startschuss gilt als Fehlstart. Wenn mehrere gleichzeitig "zucken", werden alle verwarnt - das Regelwerk ist hier gnadenlos. Also: Konzentriert euch auf das Startsignal!
Startblöcke sind bis 400m (inklusive Staffeln) Pflicht und müssen aus festem Material sein. Sie dürfen keinen unfairen Vorteil verschaffen. Die Zeitnahme erfolgt automatisch bis 10,00m auf Hundertstelsekunden, darüber auf Zehntel.
Die perfekte Sprinttechnik erkennt ihr an diesen Merkmalen: aktiver Fußaufsatz auf dem Ballen, vollständige Streckung in Fuß, Knie und Hüfte, hoher Knieschub und starkes Anfersen. Der Oberkörper bleibt leicht nach vorn geneigt, der Armschwung arbeitet gegengleich und kraftvoll.
Trainings-Tipp: Schnelligkeitsübungen dauern maximal 4-6 Sekunden , werden mit maximaler Intensität ausgeführt und brauchen vollständige Erholungspausen!
Zeitnahme-Regel: Der Lauf endet, sobald ein Körperteil die senkrechte Ziellinie durchbricht!

Weitsprung - Techniken und Bewegungsanalyse
Weitspringen ist zu zwei Dritteln Anlaufgeschwindigkeit und einem Drittel Absprungtechnik - Geschwindigkeit ist also euer wichtigster Verbündeter! Die drei Grundtechniken haben jeweils ihre Eigenarten, die ihr beherrschen solltet.
Der Schrittweitsprung ist eure Basis-Technik. Nach dem Absprung behaltet ihr die Schrittposition bei, zieht das Schwungbein nach vorn-oben und haltet den Oberkörper aufrecht. Erst zur Landung klappt ihr den Oberkörper zu den Füßen.
Beim Hangsprung positioniert ihr beide Beine so unter dem Körper, dass der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel etwa 90° beträgt - als würdet ihr in der Luft knien. Die Arme streckt ihr nach oben-hinten, bildet ein Hohlkreuz für die Vorspannung und schleudert dann die Beine vor.
Der Laufsprung führt die Laufbewegung im Flug weiter. Ihr macht eineinhalb bis dreieinhalb Laufschritte in der Luft, der Oberkörper neigt sich leicht nach hinten und kommt erst zur Landung nach vorn.
Faustregel: ⅔ Anlaufgeschwindigkeit + ⅓ Absprungtechnik = optimale Sprungweite!

Weitsprung - Anlauf und Regeln
Der Anlauf ist euer Steigerungslauf aus dem Hochstart - startet mit voller Beschleunigung und steigert bis zum Absprung! Für Anfänger reichen 9-12 Schritte völlig aus. Die Anlaufbahn ist mindestens 40m lang und 1,22m breit.
Fehlversuche kosten wertvolle Punkte: Jede Berührung hinter der Absprunglinie, das Abspringen neben dem Balken oder das Landen außerhalb der Grube zählt als Fehlversuch. Auch das Zurückgehen durch die Grube oder Salto-Bewegungen sind verboten.
Kein Fehlversuch ist es dagegen, vor dem Absprungbalken abzuspringen - verschenkt aber wertvolle Zentimeter! Die Sprunggrube ist 2,75-3m breit, mit weichem, feuchtem Sand gefüllt und liegt auf gleicher Höhe wie der Absprungbalken.
Gemessen wird vom nächstliegenden Abdruck in der Grube senkrecht zur Absprunglinie. Das Maßband liegt mit dem Nullpunkt in der Grube - jeder Zentimeter zählt!
Wichtig: Abspringen vor dem Balken ist erlaubt, aber verschenkt wertvolle Weite!

Hochsprung - Grundlagen und Ausrüstung
Hochspringen bedeutet Absprung mit einem Fuß und maximale Höhe! Ihr könnt bei jeder beliebigen Höhe einsteigen und nach eurem Ermessen weitere Höhen anmelden. Drei aufeinanderfolgende Fehlversuche bedeuten das Aus - plant also taktisch klug!
Die Sprunganlage besteht aus stabilen Ständern (Abstand 4-4,04m), die mindestens 10cm über die Latte ragen. Die Sprunglatte ist 4m lang, wiegt maximal 2kg und besteht aus Glasfiber oder Metall. Sie liegt nur mit den glatten Endstücken auf den Auflegern - so fällt sie bei leichter Berührung.
Fehlversuche entstehen, wenn die Latte fällt, ihr den Boden jenseits der Ständer berührt oder die Latte nicht überquert habt. Das Aufsprungkissen (5x3m) muss mindestens 10cm von den Ständern entfernt stehen.
Die Wettkampfregeln sind klar: Nach jedem Durchgang steigt die Höhe mindestens 2cm. Wenn nur noch ein Springer übrig ist, hat er gewonnen und kann die Höhe selbst bestimmen.
Taktik-Tipp: Plant eure Einstiegshöhe so, dass ihr genug Versuche für euren Rhythmus habt!

Hochsprung - Flop-Technik
Der Fosbury-Flop revolutionierte das Hochspringen und ist heute Standard! Euer Anlauf beginnt als geradliniger Steigerungslauf und geht in eine Impulskurve über. Die letzten drei Schritte haben einen besonderen Rhythmus: kurz-lang-kurz.
Die Innenneigung auf den letzten drei Schritten bereitet den Doppelarmschwung vor. Euer Körper neigt sich leicht nach innen, der letzte Schritt setzt über die Ferse auf - das bremst euch ab und leitet die Aufwärtsbewegung ein.
Beobachtungskriterien für den perfekten Anlauf: Schritt-Frequenz und -Länge nehmen bis zum Absprung zu, die Körperhaltung bleibt aufrecht. Der verlängerte vorletzte Schritt senkt euren Körperschwerpunkt - so entsteht ein längerer Beschleunigungsweg nach oben.
Der Absprung erfolgt mit dem lattenfernen Bein. Die Bewegung geht vom Sprungbein über die komplette Körperstreckung bis zur Überquerung der Latte. Im Grundlagenbereich ist die Entwicklung von Schnelligkeit und Laufrhythmus wichtiger als perfekte Anlauttechnik!
Rhythmus-Regel: Die letzten drei Schritte folgen dem Muster kurz-lang-kurz für optimalen Absprung!


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