Die Chemie-Basics umfassen drei wichtige Bereiche, die ihr für euer... Mehr anzeigen
Grundlagen der Chemie: Einführung und Basics




Redoxreaktionen & molare Berechnungen
Redoxreaktionen sind im Grunde ein Elektronentausch zwischen Stoffen - ein Stoff gibt Elektronen ab (Oxidation), der andere nimmt sie auf (Reduktion). Das klassische Beispiel ist Rostbildung, wo Eisen Elektronen an Sauerstoff abgibt.
Die elektrochemische Spannungsreihe zeigt euch, welche Elemente gerne Elektronen abgeben oder aufnehmen. Positive Werte bedeuten leichte Elektronenaufnahme, negative Werte bedeuten leichte Elektronenabgabe. Unedle Metalle wie Zink geben dabei gerne Elektronen an edle Metalle wie Kupfer ab.
Für molare Berechnungen braucht ihr die Formel n = m/M . Die molare Masse ist einfach die Atommasse in g/mol. Bei Redoxreaktionen müsst ihr zuerst die Teilgleichungen aufstellen, dann die Elektronen ausgleichen und schließlich alles zusammenfassen.
Merktipp: OIL RIG - Oxidation Is Loss (of electrons), Reduction Is Gain (of electrons)
Bei Konzentrationsangaben unterscheidet ihr zwischen Massenkonzentration, Volumenkonzentration und Stoffmengenkonzentration. Die Stoffmengenkonzentration c = n/V ist besonders wichtig für Reaktionsberechnungen.

Acidimetrie & Stöchiometrie
Acidimetrie ist ein Verfahren zur Konzentrationsbestimmung von Basen durch Zugabe von Säure. Das Prinzip kennt ihr vom Backpulver-Test bei saurem Wein - ihr gebt solange Base dazu, bis die Lösung nicht mehr sauer reagiert.
Die Berechnung läuft über die Formel c₁ × V₁ = c₂ × V₂. Wenn ihr beispielsweise 10 mL Natronlauge unbekannter Konzentration mit 20 mL Salzsäure neutralisiert, könnt ihr die Konzentration der Natronlauge berechnen.
Stöchiometrie hilft euch dabei herauszufinden, wie viel von einem Stoff benötigt wird oder entsteht. Das Vorgehen ist immer gleich: Reaktionsgleichung aufstellen, Stoffmenge berechnen, dann die gesuchte Masse bestimmen.
Praxistipp: Bei Stöchiometrie-Aufgaben immer zuerst prüfen, ob die Reaktionsgleichung ausgeglichen ist!
Die verschiedenen Reaktionspfeile zeigen euch unterschiedliche Reaktionstypen: normale Pfeile für vollständige Reaktionen, Doppelpfeile für Gleichgewichtsreaktionen und Mesomeriepfeile für Elektronenverschiebungen. Radikale entstehen durch Photodissoziation und sind hochreaktive Teilchen mit ungepaarten Elektronen.

Orbitalmodell & Säure-Base-Theorie
Das Orbitalmodell erklärt, warum Moleküle wie Wasser gewinkelt sind. Orbitale sind Bereiche um den Atomkern, wo ihr mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit ein Elektron findet. Die wichtigsten sind s-Orbitale (kugelförmig) und p-Orbitale (hantelförmig).
Die Schrödinger-Gleichung beschreibt die Aufenthaltswahrscheinlichkeit von Elektronen mathematisch. Ihr könnt Orbitale auf drei Arten darstellen: als Elektronendichtewolken, als Konturliniendiagramme oder als dreidimensionale Plots.
Das Brønsted-Lowry-Konzept definiert Säuren als Protonendonatoren und Basen als Protonenakzeptoren. Konjugierte Säure-Base-Paare entstehen durch Protonenübertragung - die Säure wird nach Protonenabgabe zur konjugierten Base.
Wichtig: Säure-Base-Reaktionen funktionieren auch ohne Wasser, wie bei der Bildung von Ammoniumchlorid aus Ammoniak und Chlorwasserstoff!
Van-der-Waals-Kräfte und Wasserstoffbrückenbindungen sorgen für zwischenmolekulare Wechselwirkungen. Bei der Dissoziation in Wasser zerfallen Salze in ihre Ionen - das müsst ihr für Löslichkeitsberechnungen verstehen.
Wir dachten schon, du fragst nie...
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