Grundlagen der Säure-Base-Reaktionen
Säuren und Basen haben typische Eigenschaften, die du leicht erkennen kannst. Saure Lösungen färben Universalindikator rot, während alkalische Lösungen ihn blau färben. Beide leiten elektrischen Strom, weil sie freibewegliche Ionen in wässriger Lösung besitzen.
Das Arrhenius-Konzept war der erste Versuch, Säuren und Basen zu definieren. Säuren geben beim Lösen in Wasser Protonen (H⁺) ab, Basen geben Hydroxidionen (OH⁻) ab. Salzsäure (HCl) spaltet sich zu H⁺ und Cl⁻, Kaliumhydroxid (KOH) zu K⁺ und OH⁻.
Dieses Konzept hat aber ein Problem: Ammoniak (NH₃) reagiert basisch, obwohl es keine OH⁻-Gruppe besitzt. Außerdem funktioniert es nur mit Wasser als Lösemittel.
Das Brønsted-Konzept löst diese Probleme eleganter. Säuren sind Protonendonatoren (geben H⁺ ab), Basen sind Protonenakzeptoren (nehmen H⁺ auf). Säure-Base-Reaktionen werden Protolysen genannt - dabei werden Protonen übertragen.
💡 Merktipp: Bei Brønsted geht's immer um Protonen - Säuren geben sie ab, Basen nehmen sie auf!
Korrespondierende Säure-Base-Paare entstehen, weil alle Reaktionen umkehrbar sind. Eine Säure und die daraus entstehende Base bilden immer ein Paar: HA + B ⇌ A⁻ + HB⁺.







































