Entstehung des Ruhepotentials - Die ersten Schritte
Am Anfang ist alles ausgeglichen: In der Zelle schwimmen negativ geladene Protein-Anionen (A⁻) und Kalium-Ionen (K⁺) herum, während außerhalb Natrium-Ionen (Na⁺) und Chlorid-Ionen (Cl⁻) dominieren. Zu diesem Zeitpunkt herrscht noch kein Membranpotential, weil die Ladungen auf beiden Seiten gleich verteilt sind.
Der entscheidende Moment kommt durch die selektiv-permeable Membran. Sie hat permanent geöffnete Kalium-Kanäle, die nur K⁺-Ionen durchlassen - für Kalium ist die Permeabilität also am höchsten.
Da draußen praktisch keine Kalium-Ionen sind, entsteht ein chemischer Gradient. Dieser zwingt die Kalium-Ionen förmlich dazu, aus der Zelle herauszudiffundieren - wie Zucker, der sich im Tee verteilt.
Merktipp: Die Membran ist wählerisch - sie lässt hauptsächlich Kalium durch, nicht die anderen Ionen!



