Bau und Funktion des Auges
Das menschliche Auge ist ein komplexes optisches System, das Licht einfängt und auf die Netzhaut projiziert. Sichtbares Licht trifft vom betrachteten Objekt durch die Pupille (Blende) und wird vom Brechungssystem des Auges auf die Netzhaut gelenkt. Dort entsteht ein umgekehrtes, verkleinertes Bild - ähnlich wie bei einer Kamera.
Die Anpassungsfähigkeit des Auges ist beeindruckend: Bei der Akkommodation verändert der Ziliarmuskel die Form der Linse, um Objekte in verschiedenen Entfernungen scharf zu sehen. Die Adaptation ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse durch Veränderung der Pupillenweite und Verarbeitungsprozesse in der Netzhaut.
Die Netzhaut enthält verschiedene Zelltypen, die zusammen Lichtreize verarbeiten. Die Fotorezeptorzellen wandeln Licht in elektrische Signale um: etwa 120 Millionen Stäbchen für das Hell-Dunkel-Sehen und etwa 6 Millionen Zapfen für das Farbsehen. Diese Signale werden durch Bipolarzellen, Horizontalzellen und Amakrinzellen verarbeitet und schließlich über Ganglienzellen zum Sehnerv weitergeleitet.
💡 Die höchste Sehschärfe haben wir in der Fovea centralis (Gelber Fleck), wo viele Zapfen konzentriert sind, die nicht konvergieren – jeder Zapfen hat hier seine eigene "Leitung" zum Gehirn!



