Genommutationen - Wenn die Chromosomenzahl stimmt nicht
Genommutationen verändern die gesamte Chromosomenzahl - stell dir vor, du hättest plötzlich drei Arme statt zwei. Polyploide Arten haben mehr als zwei Chromosomensätze und sind in der Natur gar nicht so selten.
Haploid bedeutet jeden Chromosomentyp nur einmal (wie normale Keimzellen), diploid heißt zweimal (wie normale Körperzellen). Triploid findest du bei Bärtierchen und Teichfröschen, tetraploid bei manchen Forellen und Löwenzahn.
Saatweizen ist sogar hexaploid (sechsfach), manche Störe sind oktoploid (achtfach). Diese Vervielfachungen entstehen meist durch Fehler in der Meiose, wenn die Chromosomenvervielfältigung schiefgeht.
Wenn Spindelfasern nicht gebildet werden oder homologe Chromosomenpaare sich nicht trennen, entstehen diploide Gameten statt haploide. Das führt zu Trisomie (dreifach vorhanden) oder Monosomie (einfach vorhanden) einzelner Chromosomen.
💡 Merktipp: Polyploid = viele Chromosomensätze, oft bei Pflanzen - macht sie meist größer und robuster!