Gleichgewichtspotenzial: Wenn Chemie auf Elektrizität trifft
Stell dir vor, deine Nervenzellen arbeiten wie winzige Batterien! Das chemische Potenzial entsteht, wenn sich Ionen ungleichmäßig verteilen - genau wie Zucker, der sich in warmem Tee auflöst. Die Ionen wollen natürlich von der konzentrierten zur verdünnten Seite wandern.
Bei einer selektiv permeablen Membran wird's richtig spannend: Nur bestimmte Ionen passen durch die Poren. Dadurch sammeln sich positive Ladungen auf einer Seite und negative auf der anderen - eine echte Ladungstrennung findet statt.
Das elektrische Potenzial wirkt wie ein Magnet: Unterschiedliche Ladungen ziehen sich an und wollen sich ausgleichen. Je größer der Ladungsunterschied, desto stärker die elektrische Spannung.
Beim Gleichgewichtspotenzial kämpfen chemisches und elektrisches Potenzial gegeneinander - wie bei einem perfekten Tauziehen. Wenn beide gleich stark sind, herrscht Gleichgewicht, obwohl die Ladungen ungleich verteilt bleiben.
Merktipp: Das Membranpotenzial kannst du nur an selektiv permeablen Membranen messen - mit speziellen Elektroden wird der Spannungsunterschied zwischen Zellinnerem und -äußerem sichtbar!