Klassifikation und Wirkungsweise von Hormonen
Hormone werden in drei Hauptgruppen eingeteilt: Steroidhormone (lipophil, z.B. Testosteron), Peptidhormone (hydrophil, z.B. Insulin) und Aminhormone (hydrophil, z.B. Adrenalin). Ihre Löslichkeit bestimmt, wie sie im Körper wirken.
Lipophile Hormone können durch die Zellmembran dringen und binden an Rezeptoren im Zellinneren. Nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip bildet sich ein Hormon-Rezeptor-Komplex, der in den Zellkern wandert und dort als Transkriptionsfaktor wirkt.
Hydrophile Hormone dagegen können nicht durch die Membran dringen. Sie fungieren als "first messenger", binden an der Zelloberfläche und aktivieren eine Reaktionskaskade. Dabei spielt cAMP als "second messenger" eine wichtige Rolle und führt zur Aktivierung verschiedener Enzyme.
💡 Merke dir: Lipophile Hormone wirken direkt im Zellkern, während hydrophile Hormone eine Signalkaskade über Botenstoffe auslösen.
Die Informationsübertragung durch Hormone unterscheidet sich stark von der neuronalen Übertragung. Während neuronale Signale schnell und nach dem "Alles-oder-Nichts-Prinzip" funktionieren, wirken Hormone langsamer, dafür aber länger und mit gradueller Stärke. Ein weiterer Unterschied: Neuronale Prozesse können teilweise willentlich beeinflusst werden, hormonelle hingegen nicht.