Kunststoffe sind überall um uns herum - von der Wasserflasche...
Kunststoffe: Übersicht und Lernmaterial





Grundlagen der Kunststoffchemie
Kunststoffe (auch Polymere genannt) bestehen aus riesigen Molekülen, die Makromoleküle heißen. Diese entstehen, wenn sich viele kleine Monomere wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen.
Die Polymerisation ist der Prozess, bei dem aus vielen einzelnen Monomeren ein langes Polymer wird. Der Polymerisationsgrad gibt an, wie viele Monomere sich zusammengeschlossen haben - je höher die Zahl, desto länger die Kette.
Es gibt Homopolymere und Copolymere (verschiedene Monomere gemischt). Bei Copolymeren können die verschiedenen Monomere zufällig, abwechselnd oder in Blöcken angeordnet sein.
Merktipp: Mono = eins, Poly = viele. Aus vielen "Einsen" wird ein "Vieles"!
Funktionelle Gruppen wie Hydroxyl- , Carboxyl- oder Aminogruppen bestimmen, wie die Monomere miteinander reagieren können.

Die drei Kunststoff-Typen
Thermoplasten sind wie Schokolade - sie schmelzen bei Hitze und werden fest beim Abkühlen. Ihre linearen Molekülketten werden nur durch schwache Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten. Deshalb lassen sie sich recyceln! Beispiele: Plastikflaschen (PET), Tüten (PE).
Duroplasten sind wie ein gebackener Kuchen - einmal hart geworden, bleiben sie für immer so. Ihre Moleküle sind durch Atombindungen zu einem dreidimensionalen Netz verknüpft. Bei zu viel Hitze zersetzen sie sich, anstatt zu schmelzen. Beispiele: Helme, Lichtschalter.
Elastomere sind die Gummibärchen unter den Kunststoffen. Ihre Molekülketten sind nur punktuell vernetzt, deshalb kehren sie nach Verformung in ihre ursprüngliche Form zurück. Beispiele: Autoreifen, Kondome, Luftballons.
Eselsbrücke: Thermo = schmelzbar, Duro = hart/dauerhaft, Elasto = elastisch!

Radikalische Polymerisation
Die radikalische Polymerisation läuft wie eine Kettenreaktion ab - einmal gestartet, läuft sie von selbst weiter. Radikale sind Moleküle mit ungepaarten Elektronen, die sehr reaktionsfreudig sind.
Der Kettenstart beginnt, wenn ein Radikal an die Doppelbindung eines Monomers andockt. Beim Kettenwachstum heften sich immer mehr Monomere an die wachsende Kette - dabei bricht jedes Mal eine Doppelbindung auf.
Der Kettenabbruch passiert, wenn zwei Radikale aufeinandertreffen und sich verbinden. Dann ist die Kette "fertig" und das Polymer entstanden. Als Nebenreaktion kann Kettenverzweigung auftreten.
Wichtig: Ohne Radikale läuft gar nichts! Sie sind die "Zündung" für die Polymerisation.
Die Reaktion ist stark exotherm - es wird mehr Energie frei, als zugeführt wird. Außerdem entstehen keine Nebenprodukte, nur das gewünschte Polymer.

Polykondensation und Copolymere
Bei der Polykondensation verbinden sich Monomere mit mindestens zwei funktionellen Gruppen miteinander. Dabei wird immer ein kleines Molekül abgespalten - meist Wasser (H₂O). So entstehen Polyester und Polyamide wie Nylon.
Copolymere entstehen, wenn verschiedene Monomere gleichzeitig polymerisieren. Je nach Anordnung spricht man von statistischen, alternierenden oder Block-Copolymeren. Das erlaubt es, die Eigenschaften gezielt zu verändern.
Wichtige Monomer-Polymer-Paare solltest du kennen: Ethen → Polyethylen (PE), Propen → Polypropylen (PP), Styrol → Polystyrol (PS), Vinylchlorid → PVC.
Praxistipp: Bei Strukturformeln erkennst du das ursprüngliche Monomer an der sich wiederholenden Einheit!
Die Polykondensation unterscheidet sich von der Polymerisation durch die Abspaltung von Nebenprodukten und führt oft zu Duroplasten oder Elastomeren.
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Es gibt Homopolymere und Copolymere (verschiedene Monomere gemischt). Bei Copolymeren können die verschiedenen Monomere zufällig, abwechselnd oder in Blöcken angeordnet sein.
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Die drei Kunststoff-Typen
Thermoplasten sind wie Schokolade - sie schmelzen bei Hitze und werden fest beim Abkühlen. Ihre linearen Molekülketten werden nur durch schwache Van-der-Waals-Kräfte zusammengehalten. Deshalb lassen sie sich recyceln! Beispiele: Plastikflaschen (PET), Tüten (PE).
Duroplasten sind wie ein gebackener Kuchen - einmal hart geworden, bleiben sie für immer so. Ihre Moleküle sind durch Atombindungen zu einem dreidimensionalen Netz verknüpft. Bei zu viel Hitze zersetzen sie sich, anstatt zu schmelzen. Beispiele: Helme, Lichtschalter.
Elastomere sind die Gummibärchen unter den Kunststoffen. Ihre Molekülketten sind nur punktuell vernetzt, deshalb kehren sie nach Verformung in ihre ursprüngliche Form zurück. Beispiele: Autoreifen, Kondome, Luftballons.
Eselsbrücke: Thermo = schmelzbar, Duro = hart/dauerhaft, Elasto = elastisch!

Radikalische Polymerisation
Die radikalische Polymerisation läuft wie eine Kettenreaktion ab - einmal gestartet, läuft sie von selbst weiter. Radikale sind Moleküle mit ungepaarten Elektronen, die sehr reaktionsfreudig sind.
Der Kettenstart beginnt, wenn ein Radikal an die Doppelbindung eines Monomers andockt. Beim Kettenwachstum heften sich immer mehr Monomere an die wachsende Kette - dabei bricht jedes Mal eine Doppelbindung auf.
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Wichtig: Ohne Radikale läuft gar nichts! Sie sind die "Zündung" für die Polymerisation.
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Bei der Polykondensation verbinden sich Monomere mit mindestens zwei funktionellen Gruppen miteinander. Dabei wird immer ein kleines Molekül abgespalten - meist Wasser (H₂O). So entstehen Polyester und Polyamide wie Nylon.
Copolymere entstehen, wenn verschiedene Monomere gleichzeitig polymerisieren. Je nach Anordnung spricht man von statistischen, alternierenden oder Block-Copolymeren. Das erlaubt es, die Eigenschaften gezielt zu verändern.
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Die Polykondensation unterscheidet sich von der Polymerisation durch die Abspaltung von Nebenprodukten und führt oft zu Duroplasten oder Elastomeren.
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