Die Entwicklung der Membranmodelle (1925-1972)
Stell dir vor, du versuchst herauszufinden, wie etwas aufgebaut ist, das du nicht richtig sehen kannst - genau das war die Herausforderung bei Biomembranen! Wissenschaftler entwickelten verschiedene Modelle, um zu verstehen, wie Zellmembranen funktionieren.
Das Bilayer-Modell von 1925 war der erste wichtige Schritt. Forter und Gendel erkannten, dass sich Phospholipide in einer Lipiddoppelschicht anordnen. Problem: Sie ignorierten komplett, dass auch Proteine in Membranen vorkommen.
1935 verbesserten Davson und Danielli das Modell durch das Sandwich-Modell. Hier werden Proteine wie Käse zwischen Brotscheiben auf die hydrophilen Bereiche der Lipiddoppelschicht aufgelagert. Röntgenuntersuchungen und erste elektronenmikroskopische Bilder bestätigten diese Idee.
Merke dir: Jedes Modell war ein Schritt näher zur Wahrheit, aber keines war perfekt!
Ab 1960 entstanden Probleme mit dem Sandwich-Modell. Die Gefrierbrechlechnik zeigte, dass Proteine beweglich sind und manche sogar hydrophobe Eigenschaften haben. 1972 entwickelten Singer und Nicolsen schließlich das Flüssig-Mosaik-Modell - Proteine schwimmen wie in einem mosaik-artigen Muster in der zähflüssigen Lipiddoppelschicht.