Chromosomen- und Genommutationen
Chromosomenmutationen sind wie das Umorganisieren ganzer Buchkapitel. Bei einer Deletion fehlt ein Chromosomenstück, bei einer Duplikation ist es doppelt vorhanden. Eine Inversion dreht einen Abschnitt um 180° - meist harmlos, da nur die Reihenfolge ändert sich.
Translokationen versetzen Chromosomenstücke an völlig andere Stellen im Genom. Das kann problematisch werden, wenn wichtige Gene dabei beschädigt oder ihre Regulation gestört wird.
Genommutationen entstehen durch Fehler bei der Meiose, wenn sich Chromosomen nicht richtig trennen (Nondisjunction). Das führt zu Trisomien (ein Chromosom zu viel) oder Monosomien (ein Chromosom zu wenig). Bekannte Beispiele sind das Down-Syndrom (Trisomie 21) oder das Turner-Syndrom.
Die Ursachen für Mutationen sind vielfältig: Replikationsfehler, fehlerhafte Chromosomenverteilung oder Mutagene wie UV-Strahlung können sie auslösen. Spontane Mutationen sind selten, aber ohne sie gäbe es keine Evolution!
Wichtig: Viele Chromosomen- und Genommutationen führen zu Fehlgeburten - der Körper hat eigene Kontrollmechanismen!