Material 1-4: Guppys und sexuelle Selektion
Guppys zeigen krassen Geschlechtsdimorphismus: Männchen sind kleiner (3,5cm) aber viel bunter als die 6cm großen Weibchen. Diese Farbpracht ist vererbbar und spielt eine zentrale Rolle bei der Partnerwahl.
Die Wahlexperimente beweisen: Weibchen bevorzugen farbenprächtige Männchen mit großen Schwanzflossen. Aber es gibt einen Haken! In gewässern mit vielen Räubern haben bunte Männchen schlechtere Überlebenschancen.
Endlers Experimente zeigen den evolutionären Kompromiss: Starke Bejagung führt zu weniger und kleineren Farbflecken. Das ist sexuelle Selektion gegen natürliche Selektion - Männchen müssen attraktiv sein, aber nicht zu auffällig für Räuber.
Das Kosten-Nutzen-Prinzip der Evolution wird hier perfekt sichtbar: Schöne Männchen bekommen mehr Nachkommen, werden aber auch häufiger gefressen.
Denk dran: Evolution ist immer ein Kompromiss - was beim Anlocken von Partnern hilft, kann beim Überleben schaden!