Stoffwechsel der Nährstoffe
Stell dir vor, dein Körper ist ein Recyclinghof: Große Moleküle kommen rein, werden zerlegt und als kleine, nützliche Teile wieder verwendet. Polymere Nahrungsbestandteile wie Proteine, Kohlenhydrate und Fette werden durch die Verdauung zu winzigen monomeren Nährstoffen abgebaut.
Diese kleinen Moleküle - Aminosäuren, Monosaccharide und Fettsäuren - gelangen durch die Resorption ins Blut. Dort werden sie zu den Zellen transportiert, die gerade Energie brauchen oder neue Körpersubstanzen aufbauen müssen.
Was dein Körper nicht sofort braucht, wird gespeichert - wie Geld auf einem Sparkonto. Überschüssige Nährstoffe werden in Leber, Muskeln oder Fettgewebe eingelagert. Die Abfallprodukte scheidet dein Körper über Nieren, Darm, Lunge und Haut wieder aus.
Merktipp: Der Weg der Nährstoffe folgt immer dem Schema: Aufnahme → Verdauung → Resorption → Stoffwechsel → Ausscheidung
Glucoseresorption im Detail
Die Aufnahme von Glucose aus dem Darm ist ziemlich clever gelöst. Da Glucose gegen das Konzentrationsgefälle transportiert werden muss, nutzt dein Körper einen Trick: den aktiven Transport.
Natrium-Ionen fließen von selbst in die Darmzellen hinein, weil dort weniger davon sind. Die Glucose wird einfach "mitgenommen" - wie ein Trittbrettfahrer. Damit das System funktioniert, pumpt die Natrium-Kalium-Pumpe ständig Natrium aus den Zellen heraus.
Das kostet Energie in Form von ATP, aber dafür kann dein Körper auch bei niedrigen Glucose-Konzentrationen im Darm noch jeden wertvollen Zucker aufnehmen. Schließlich braucht dein Gehirn konstant Glucose als Energielieferant!