Löslichkeitsverhalten der Alkanole
Das Löslichkeitsverhalten der Alkanole wird maßgeblich durch das Zusammenspiel des polaren und unpolaren Molekülteils bestimmt. Kurzkettige Alkanole wie Methanol und Ethanol sind aufgrund der dominierenden Hydroxygruppe gut wasserlöslich.
Mit zunehmender Kettenlänge nimmt der Einfluss des unpolaren Alkylrests zu:
- Propan-1-ol mischt sich noch vollständig mit Wasser
- Butan-1-ol löst sich nur teilweise (Mischungslücke ab 10 ml auf 100 ml Wasser)
- Pentan-1-ol zeigt eine sehr geringe Wasserlöslichkeit (2,2 g auf 100 ml Wasser bei 20°C)
Definition: Mischungslücke - Bereich, in dem sich zwei Flüssigkeiten nicht vollständig mischen und zwei Phasen bilden
In unpolaren Lösungsmitteln wie Heptan bestimmt der unpolare Alkylrest die Löslichkeit. Langkettige Alkanole lösen sich daher gut in Heptan.
Highlight: Je länger die Kohlenstoffkette, desto mehr überwiegt der Einfluss des unpolaren Alkylrests gegenüber der polaren Hydroxygruppe.
Das Löslichkeitsverhalten von Ethanol ist besonders interessant:
Example: Ethanol löst sich in Wasser aufgrund der Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen. Gleichzeitig kann es sich aber auch in unpolaren Lösungsmitteln lösen, was es zu einem vielseitigen Lösungsmittel macht.





