Der Lösevorgang und praktische Anwendungen
Wenn sich Salz in Wasser löst, passiert Hydratation: Wassermoleküle umhüllen die Ionen wie kleine Bodyguards und schwächen so die Bindungen im Salzkristall. Dieser Prozess startet immer an den Ecken und Kanten des Kristalls.
Je nachdem welches Salz du löst, wird die Lösung entweder wärmer (exothermer Vorgang) oder kälter (endothermer Vorgang). Das merkst du besonders gut, wenn du verschiedene Salze ausprobierst.
Schwerlösliche Salze sind in der Chemie super praktisch: Du kannst sie nutzen, um verschiedene Ionen zu identifizieren. Gibst du zum Beispiel Silbernitrat zu einer Natriumchloridlösung, entsteht ein weißer Niederschlag - das zeigt dir, dass Chlorid-Ionen da sind.
Praxistipp: Diese Nachweisreaktionen funktionieren, weil das neu entstehende Salz noch schwerlöslicher ist als die ursprünglichen Verbindungen.