Organische Chemie beschäftigt sich mit allen Kohlenstoffverbindungen - von Benzin...
Grundlagen der Organischen Chemie











Grundlagen der organischen Chemie
Anorganische Stoffe findest du in der unbelebten Natur - denk an Backpulver, Glas oder Kochsalz. Organische Stoffe hingegen sind alle Kohlenstoffverbindungen (außer ein paar Ausnahmen wie Kohlendioxid). Dazu gehören Eiweiß, Benzin, Alkohol und sogar Plastik!
Um beide zu unterscheiden, machst du drei Tests: Geruchsprüfung, Erhitzen ohne Luft (organische Stoffe verkohlen) und Brennbarkeit testen. Beim Verbrennen organischer Stoffe entsteht immer CO₂, das Kalkwasser trübt.
Alkane sind die einfachsten organischen Moleküle - pure Kohlenwasserstoffe mit nur Einfachbindungen. Methan (CH₄) kennst du als Erdgas, Butan steckt in Feuerzeugen. Die C-Atome sind immer durch Einfachbindungen verbunden, daher nennt man sie "gesättigt".
Merktipp: Organische Stoffe riechen meist und brennen - anorganische sind oft geruchlos und schwer brennbar!

Reaktionen der Alkane
Alkane sind ziemlich träge, aber sie können trotzdem vier wichtige Reaktionen eingehen. Die bekannteste ist die Verbrennung - wenn Methan brennt, entstehen CO₂ und Wasser (CH₄ + 2O₂ → CO₂ + 2H₂O).
Mit Halogenen wie Brom läuft eine Substitution ab - dabei wird ein H-Atom gegen ein Br-Atom ausgetauscht. Aus Methan wird so Brommethan. Das ist wie ein Platztausch zwischen den Atomen.
Bei der Eliminierung wird Wasserstoff abgespaltet und es entstehen Mehrfachbindungen. Aus Ethan wird Ethen, aus Ethen wird Ethin. Dabei entstehen die reaktiveren ungesättigten Kohlenwasserstoffe.
Wichtig: Alkane reagieren NICHT mit Säuren, Basen oder Metallen - sie sind chemisch sehr stabil!

Ungesättigte Kohlenwasserstoffe
Ungesättigte Kohlenwasserstoffe haben Mehrfachbindungen und sind viel reaktiver als Alkane. Alkene besitzen eine Doppelbindung , Alkine eine Dreifachbindung (C≡C).
Ethen ist das wichtigste Alken - ein Gas, das süßlich riecht und zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird. Alle Atome liegen in einer Ebene, was dem Molekül seine besondere Form gibt. In Luft ist es explosiv!
Ethin riecht eigentlich nicht (der typische Geruch kommt von Verunreinigungen) und ist noch explosiver als Ethen. Hier liegen alle Atome auf einer Linie. Es dient als Ausgangsstoff für Kunststoffe und Gummi.
Die Additionsreaktion ist das Gegenteil der Eliminierung - dabei werden Atome an die Mehrfachbindung angelagert und diese wird aufgebrochen.
Nachweis-Trick: Mehrfachbindungen entfärben Bromwasser - so erkennst du sie sofort!

Alkohole - Ethanol im Fokus
Alkohole erkennst du an der Hydroxylgruppe im Molekül. Ethanol (C₂H₅OH) ist der bekannteste - der Alkohol in Getränken. Die -OH Gruppe macht ihn polar und wasserlöslich.
Es gibt zwei Wege, Ethanol herzustellen: Synthetisch durch Addition von Wasser an Ethen (nur für technische Zwecke) oder durch alkoholische Gärung. Dabei zersetzen Hefepilze Traubenzucker ohne Sauerstoff: C₆H₁₂O₆ → 2C₂H₅OH + 2CO₂.
Ethanol ist eine farblose, brennbare Flüssigkeit mit typischem Geruch. Er löst sich unbegrenzt in Wasser und auch in unpolaren Lösungsmitteln. Das macht ihn zum perfekten Lösungsmittel für Lacke und Farben.
Achtung: Nur durch Gärung hergestellter Alkohol darf in Lebensmitteln verwendet werden!

Eigenschaften und Struktur der Alkohole
Die besonderen Eigenschaften von Ethanol erklären sich durch Wasserstoffbrücken. Die -OH Gruppe ist polar und kann wie Wasser diese zusätzlichen Bindungen ausbilden. Deshalb hat Ethanol einen viel höheren Siedepunkt als Ethan.
Die Wasserlöslichkeit beruht ebenfalls auf Wasserstoffbrücken zwischen Ethanol- und Wassermolekülen. Die Regel "Ähnliches löst sich in Ähnlichem" erklärt, warum Ethanol sowohl wasser- als auch fettlöslich ist.
Das Molekül hat zwei Teile: Die Alkylgruppe (CH₃-CH₂-) ist unpolar und fettlöslich, die Hydroxylgruppe ist polar und wasserlöslich. Diese Doppelnatur macht Ethanol so vielseitig.
Bei der homologen Reihe der Alkanole steigen Siedetemperatur und Zähflüssigkeit mit der Kettenlänge, während die Wasserlöslichkeit abnimmt.
Merkregel: Je länger die Kohlenstoffkette, desto weniger wasserlöslich aber zähflüssiger wird der Alkohol!

Alkohol-Vielfalt und Eigenschaften
Die homologe Reihe der Alkanole folgt der Formel CₙH₂ₙ₊₁OH. Von Methanol bis Butanol werden die Moleküle immer größer und ihre Eigenschaften ändern sich systematisch.
Mit steigender Kettenlänge nehmen Siedetemperatur und Zähflüssigkeit zu (stärkere Van-der-Waals-Kräfte), aber die Wasserlöslichkeit sinkt. Der unpolare Alkylrest wird dominanter.
Isomerie tritt ab Butanol auf: Du kannst die -OH Gruppe an verschiedene C-Atome hängen und erhältst primäre, sekundäre oder tertiäre Alkohole. Jeder hat andere Eigenschaften, obwohl die Summenformel gleich bleibt.
Mehrwertige Alkohole wie Glykol (Frostschutz) oder Glyzerin (Hautcreme) besitzen mehrere -OH Gruppen. Sie sind ölig, hygroskopisch (wasseranziehend) und haben spezielle Anwendungen.
Praxis-Tipp: Glyzerin in Handcreme bindet Feuchtigkeit - deshalb fühlt sich die Haut geschmeidiger an!

Alkohol-Typen und mehrwertige Alkohole
Bei Butanol-Isomeren siehst du drei verschiedene Alkoholtypen: Primäre Alkohole haben die -OH Gruppe am Ende (Butan-1-ol), sekundäre in der Mitte (Butan-2-ol) und tertiäre an einem C-Atom mit drei anderen C-Atomen (2-Methyl-Propan-2-ol).
Ethan-1,2-diol (Glykol) hat zwei -OH Gruppen und ist das wichtigste Frostschutzmittel. Es ist flüssig, ölig, wasserlöslich aber giftig. Im Auto-Kühler verhindert es das Einfrieren.
Propan-1,2,3-triol (Glyzerin) besitzt drei -OH Gruppen und ist noch viskoser. Es zieht Wasser an (hygroskopisch) und wird in Cremes, als Schmiermittel und zur Sprengstoff-Herstellung verwendet.
Beide mehrwertigen Alkohole lösen sich gut in Wasser (viele polare -OH Gruppen), aber schlecht in Benzin. Die vielen Wasserstoffbrücken machen sie zähflüssig.
Gefahr: Glykol ist hochgiftig - deshalb gibt es heute meist ungiftige Alternativen als Frostschutz!

Von Alkoholen zu Aldehyden
Durch milde Oxidation mit Kupferoxid wird aus Propanol das Aldehyd Propanal. Der Alkohol wird dabei dehydriert - Wasserstoff wird entfernt und eine neue Stoffklasse entsteht.
Alkanale (Aldehyde) haben die Aldehydgruppe als funktionelle Gruppe. Die bekanntesten sind Methanal (Formaldehyd) und Ethanal (Acetaldehyd) - beide riechen stechend und sind wichtige Industriechemikalien.
Formaldehyd wird für Kunststoffe, Farbstoffe und als Konservierungsmittel verwendet. Acetaldehyd dient zur Essigsäure-Herstellung und für Trocken-Spiritus.
Die Eigenschaften ähneln denen der Alkohole: Die polare Aldehydgruppe macht sie wasserlöslich, der unpolare Alkylrest fettlöslich. Mit steigender Kettenlänge sinkt die Wasserlöslichkeit.
Wichtig: Die Aldehydgruppe ist immer am Ende der Kohlenstoffkette - sie kann nur dort stehen!

Organische Säuren - Essigsäure
Organische Säuren wie Zitronen-, Essig- oder Milchsäure haben ähnliche Eigenschaften wie anorganische Säuren, färben Unitest aber lila statt rot. Sie sind ätzend, reagieren mit Metallen und werden durch Basen neutralisiert.
Essigsäure (Ethansäure) ist die wichtigste Alkansäure mit der Carboxylgruppe . Diese polare Gruppe macht sie wasserlöslich, während die Alkylgruppe unpolar ist.
Natürliche Herstellung erfolgt durch Essigsäurebakterien, die Alkohol zu Essigsäure vergären: CH₃CH₂OH + O₂ → CH₃COOH + H₂O. Deshalb wird offener Wein sauer!
Für Lebensmittel muss Essig immer biologisch hergestellt werden. Synthetisch entsteht Essigsäure großtechnisch aus Methanol und Kohlenmonoxid.
Alltagswissen: Essig konserviert Lebensmittel, weil Bakterien in saurer Umgebung nicht überleben können!

Essigsäure-Herstellung und Reaktionen
Großtechnische Herstellung läuft über zwei Verfahren: Beim Submersverfahren werden Essigsäurebakterien in Ethanollösung suspendiert und mit Luft begast. Das Schnellessigverfahren lässt die Lösung über bakterienbeimpfte Holzspäne rieseln.
Eisessig ist reine, unverdünnte Essigsäure - eine stark ätzende, ölige Flüssigkeit. Sie leitet keinen Strom, da keine Ionen vorliegen. Erst in verdünnter Essigsäure dissoziiert sie zu H⁺ und CH₃COO⁻ Ionen.
Verwendung findest du überall: als Würz- und Konservierungsmittel, in Reinigern, zur Desinfektion und für die Herstellung von Kunststoffen und Farbstoffen.
Typische Säurereaktionen laufen mit Kalk (Aufschäumen durch CO₂) und unedlen Metallen (Wasserstoffbildung) ab. Dabei entstehen die entsprechenden Salze - die Acetate.
Haushalts-Tipp: Essig löst Kalkablagerungen durch die Reaktion mit Calciumcarbonat - deshalb schäumt es beim Putzen!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Inhalt, Entstehung und Quellen, Figuren, Geschichtliche Hintergründe, Motive, Erzählstruktur/- stil
Heimsuchung_JennyErpenbeck_Abitur
Zusammenfassungen für jedes Kapitel, Analysen und Zitate
„Heimsuchung“ - Jenny Erpenbeck Lernlandkarte/ Lern Übersicht
Lernzettel/ Lernlandkarte Heimsuchung, Jenny Erpenbeck, Methodik Deutsch Abitur
Kapitelzusammenfassung Heimsuchung Jenny Erpenbeck
Zusammenfassung jeder Kapitel, Deutungen und Erklärungen
Schüler lieben uns — und du auch.
Die App ist sehr einfach zu bedienen und gut gestaltet. Ich habe bisher alles gefunden, wonach ich gesucht habe, und konnte viel aus den Präsentationen lernen! Ich werde die App definitiv für ein Schulprojekt nutzen! Und natürlich hilft sie auch sehr als Inspiration.
Diese App ist wirklich super. Es gibt so viele Lernzettel und Hilfen [...]. Mein Problemfach ist zum Beispiel Französisch und die App hat so viele Möglichkeiten zur Hilfe. Dank dieser App habe ich mich in Französisch verbessert. Ich würde sie jedem empfehlen.
Wow, ich bin wirklich begeistert. Ich habe die App einfach mal ausprobiert, weil ich sie schon oft beworben gesehen habe und war absolut beeindruckt. Diese App ist DIE HILFE, die man für die Schule braucht und vor allem bietet sie so viele Dinge wie Übungen und Lernzettel, die mir persönlich SEHR geholfen haben.