Starke und schwache Säuren und Basen: Der komplette Überblick
Starke Säuren sind echte Reaktions-Profis - sie geben ihre Protonen sofort und vollständig ab. Erkennst du an ihrem pKs-Wert < 4,75. Je kleiner dieser Wert, desto aggressiver die Säure. Salzsäure (HCl) ist ein Paradebeispiel: Sie dissoziiert komplett zu Cl⁻ und H₃O⁺.
Schwache Säuren dagegen sind zurückhaltender. Mit einem pKs-Wert ≥ 4,75 geben sie nur teilweise Protonen ab. Essigsäure (CH₃COOH) zeigt dieses Verhalten perfekt - sie bleibt größtenteils als Molekül erhalten.
Merktipp: pKs = -1 bedeutet extrem stark, pKs = 10 bedeutet sehr schwach. Die Rückreaktion wird stärker, je höher der pKs-Wert ist!
Bei starken Basen läuft's umgekehrt - sie nehmen Protonen blitzschnell auf (pkB < 4,75). Natronlauge (NaOH) ist hier der Klassiker. Schwache Basen wie Ammoniak (NH₃) sind vorsichtiger und haben pkB ≥ 4,75.
pH-Berechnungen sind eigentlich simpel: Für starke Säuren gilt c₀ = c(H₃O⁺), für schwache Säuren verwendest du die Formel pH = ½pKs−log(c). Bei Basen rechnest du erst pOH aus, dann mit pH + pOH = 14 umrechnen.