Zwischenmolekulare Wechselwirkungen - Die drei wichtigsten Kräfte
Van-der-Waals-Kräfte sind die schwächsten zwischenmolekularen Kräfte und treten hauptsächlich bei Alkanen auf. Sie entstehen durch temporäre Dipole, wenn sich Elektronen kurzzeitig ungleichmäßig im Molekül verteilen. Wichtig: Die Elektronegativitätswerte müssen nah beieinander liegen (Unterschied unter 0,5).
Bei Dipol-Dipol-Wechselwirkungen brauchst du polare Bindungen mit Partialladungen. Das sind keine echten Ladungen, sondern entstehen durch unterschiedliche Elektronegativität. Beispiel: Bei HCl zieht Chlor die Elektronen stärker an und wird teilweise negativ geladen.
Wasserstoffbrücken sind die stärksten zwischenmolekularen Kräfte. Sie entstehen nur bei Molekülen mit Wasserstoff und den Elementen F, N, O oder Cl. Diese Bindungen halten H₂O-Moleküle so fest zusammen, dass Wasser einen hohen Siedepunkt hat.
Merktipp: Je länger die Molekülkette, desto stärker die Van-der-Waals-Kräfte und desto höher der Siedepunkt!
Die Elektronegativität misst, wie stark ein Atom Bindungselektronen zu sich zieht. Sie bestimmt, welche Art von Wechselwirkung auftritt und wie stark diese ist.