Charakterisierung von Mia Holl
Mia Holl ist eine 34-jährige Biologin mit "Idealbiografie", die in einer Penthousewohnung eines Wächterhauses lebt. Äußerlich strahlt sie Sauberkeit aus, was ihr etwas Altersloses und Kindliches verleiht. Sie hat helle Augen, eine etwas zu große Nase und einen weichen Mund in einem intelligenten Gesicht.
Als überzeugte Rationalistin zieht Mia die Logik den Emotionen vor. Sie hat Schwierigkeiten, das Wort "Liebe" auszusprechen und betrachtet Gefühle als nutzlos - "Das Gefühl ist jedenfalls ein schlechter Berater". Nach dem Tod ihres Bruders fragt sie sich sogar, ob sie überhaupt fähig ist, ihn angemessen zu vermissen.
Für Mia ist das System der METHODE legitim, weil es dem Ziel des Wohlbefindens und der Vermeidung von Schmerzen dient. Sie vertraut auf die Logik und kann nur das nachvollziehen, was rational erklärbar ist. Gleichzeitig hält sie an dem Glauben fest, dass ihr Bruder unschuldig ist, obwohl sie weiß, dass es "keine rationale Möglichkeit gibt, die Glaubwürdigkeit eines DNA-Tests in Frage zu stellen".
💡 Beachte: Mias innerer Konflikt zwischen Rationalität und Emotionalität ist ein zentrales Element ihrer Charakterentwicklung und spiegelt die Grundfragen des Romans wider.




