Die "ungeheure Reise" und Textvergleich
Der Ausdruck "ungeheure Reise" funktioniert als Oxymoron - normalerweise verbinden wir Reisen mit Urlaub und Freude, hier aber wird sie als bedrohlich beschrieben. Das zeigt, wie sehr der Protagonist seine Komfortzone verlassen muss.
Das erwähnte "Glück" bezieht sich darauf, dass es überhaupt möglich ist, einen solchen Neuanfang zu wagen. Der Ich-Erzähler ist noch nicht von alten Gewohnheiten "verweichlicht" wie sein Diener und bereit, etwas zu riskieren.
Beim Vergleich mit anderen Kafka-Parabeln wie "Heimkehr" und "Gibs auf" fallen wichtige Gemeinsamkeiten auf: Alle sind in der Ich-Perspektive geschrieben und zeigen Protagonisten, die in ihren Gedanken gefangen sind. Die Sprache ist verschlossen und lässt Fragen offen.
💡 Abitur-Wissen: Das zentrale Motiv aller drei Parabeln ist der "Weg" - und die Hindernisse, die dabei auftreten!