Motive und Symbole verstehen
Die blaue Blume ist das bekannteste Symbol der Romantik und steht für Sehnsucht und unerreichbare Liebe. Du findest sie zum Beispiel in Eichendorffs Gedichten. Das Spiegelmotiv repräsentiert die Hinwendung zum Unheimlichen – der Spiegel wird zur Schnittstelle zwischen Realität und Irrealität.
Das Nachtmotiv war der perfekte Schauplatz für weitere typische Elemente: Tod, Vergänglichkeit und geheimnisvolle Phänomene. Friedhöfe, Ruinen, alte Burgen, dunkle Wälder, Moore und Höhlen – all diese düsteren Naturlandschaften tauchen immer wieder auf.
Bei der formalen Gestaltung gab es bewusst keine festen Regeln. Die Romantiker wollten das Wissenschaftliche und Rationale ablehnen, deshalb entwickelten sie die Universalpoesie, die alle bisherigen Schemata "sprengen" sollte. Diese Freiheit passte perfekt zu ihrer anti-rationalen Einstellung.
Fun Fact: In der Romantik entstand übrigens auch die Kurzgeschichte – Edgar Allan Poe schrieb 1832 "Metzgerstein"!