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Emilia Galotti - Odoardo & Claudia in II, 4 und II, 5

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Emilia Galotti - Odoardo & Claudia in II, 4 und II, 5

 Aufzug. 2,
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ODOARDO
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Sehr stolz über die Tatsache, dass
seine Tochter einen Graf zum
Mann nehmen wird.
„Kaum kann ich´s erwar

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- Dialoganalyse - emotionale Beteiligung - Entwicklung der Emotionen - Fortführung des inneren Monologs (Claudia)

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Aufzug. 2, Auftritt. 4 I ODOARDO ■ Sehr stolz über die Tatsache, dass seine Tochter einen Graf zum Mann nehmen wird. „Kaum kann ich´s erwarten, diesen würdigen jungen Mann meinen Sohn zu nennen. Alles entzückt mich an ihm. Und vor allem der Entschluss, in seinen väterlichen Tälern sich selbst zu leben" (S.27; V.31ff) Anders als Claudia, sieht der Vater in der Vermählung keine Trauer. Er sieht es nur als Vorteil und freut sich darüber seine Tochter in geliebten Händen zu wissen. ,,Nun haben sie sich gefunden, die füreinander bestimmt waren: nun lass sie ziehen, wohin Unschuld und Ruhe sie rufen." (S.27; V.25ff) Ist sich darüber im klarem, dass der Prinz ihn nicht mag - beruht auf Gegenseitigkeit. ,,Der Prinz hasst mich“ (S.27; V.38) Ist von den Neuigkeiten, die seine Frau ihm verkündet (, dass der Prinz von Emilia entzückt zu seinen scheint) geschockt und kann es nicht glauben Er reagiert mit vielen Fragen und Ausrufen und wiederholt dabei ungläubig, was sie ihm berichtet ,,Der Prinz? Und wo das?" (S.28; V.5) ,,So gnädig?" (V.9) ,,Unterhielt sich mit ihr?“ (V.11) ■ ,,So bezaubert?" (V.14) ,,Lobeserhebungen? Und das alles erzählst du mir in einem Tone der Entzückung? O Claudia! eitle, törichte Mutter!" (V.17ff) CLAUDIA Die Mutter ist sehr emotional und lässt sich sehr von ihren Gefühlen leiten ,,Es würde sie schmerzen, deines Anblicks so zu verfehlen" (S.26; V.28f) ,,Das Herz bricht mir, wenn ich hieran gedenke. - So ganz sollen wir sie verlieren, diese einzige, geliebte Tochter?" (S.27; V.4ff) Sie zeigt damit gleichzeitig eine tiefe emotionale Verbundenheit mit ihrer Tochter. Sie möchte...

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Emilia nicht an dem Grafen verlieren. Ist vom Prinzen sehr angetan und schwärmt regelrecht von ihm, obwohl ihre Tochter bereits in anderen liegt/ heiraten wird ,,Er bezeigte sich gegen sie so gnädig" (S.28; V.7f) ,,Er unterhielt sich mit ihr so lange" (S."8; V.10) ,,Schien von ihrer Munterkeit und ihrem Witze so bezaubert" (V.12f) ,,Hat von ihrer Schönheit mit so vielen Lobeserhebungen gesprochen" (V.15f) Positive Stimmung/Gefühle Negative Stimmung/Gefühle Starke Beteiligung Emotionalität Schwache Beteiligung Entwicklung der Emotionen (X) Stimmungsumbruch: S. 28; V.3f. Emotionale Beteiligung (X) Stimmungsumbruch: S. 28; V.3f. Buchseiten Buchseiten Begründung der Diagramme Der blaue Graph stellt die Entwicklung und Beteiligung der Emotionen von Odoardo dar, und Der rosafarbene die der Mutter Claudia. 1.Diagramm - Entwicklung der Emotionen Zu Beginn ist der Vater Odoardo positiv gestimmt. Das liegt daran, dass er so darüber erfreut ist, dass seine Tochter Emilia den Grafen Appiani heiraten wird. Zusätzlich werden sie nicht am Hof bleiben, was ihn zusätzlich in positive Laune versetzt. Als es später um den Prinzen geht senkt sich seine Stimmung. Er spricht darüber, dass der Prinz ihn hasst, was auf Gegenseitigkeit beruht, was er unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird. So wird er zunehmend wütender. Der Stimmungsumbruch findet schließlich an dem Zeitpunkt statt, wo Claudia ihm von der Begegnung mit dem Prinzen und Emilia erzählt. Von dort an steigert sich seine Wut und er lässt sich von seinen Emotionen leiten. Er ist ungläubig, geschockt und zugleich wütend, was er mit vielen Fragen ausdrückt. Claudia verhält sich komplett gegensätzlich zu ihrem Mann, was sich deutlich aus dem Diagramm herauslesen lässt. Wo Odoardo positiv durch die Heirat zwischen Appiani und Emilia ist, ist Claudia traurig darüber, das sie ihre Tochter an ihm verlieren wird. Wo die Rede von dem Prinzen ist steigt sich ihre Stimmung erheblich und sie schwelgt in Erinnerungen. Der Stimmungsumbruch findet in dem Moment statt, wo sie von der Begegnung zwischen dem Prinzen und ihrer Tochter Emilia berichtet. Sie ist sehr entzückt und nimmt ihren Mann und seine Wut darüber zu Beginn nicht wahr. So steigt ihre Stimmung ab diesem Zeitpunkt erheblich. 2.Diagramm - Emotionale Beteiligung Odoardo zeigt sich zu Beginn glücklich und Stolz über die Tatsache das seine Tochter Emilia den Grafen heiraten wird. Somit ist er emotional Beteiligt jedoch nicht sehr stark. Er gibt sich trotzdem distanziert in seiner Freude. Er wird im Laufe des Auftritts zunehmend emotionaler. Hier spielt die Wut eine sehr große Rolle. Ab dem Stimmungsumbruch zeigt er offen seine Emotionen und lässt sich stark von ihnen leiten. Claudia ist als Person schon emotionaler als beispielsweise Odoardo. Sie zeigt sich zu Beginn Emotional darüber, dass sie ihre Tochter verlieren wird. Somit ist sie zu Beginn des Auftritts stärker emotional beteiligt als Odoardo. Dies ändert sich ab dem Stimmungsumbruch des Auftritts. Sie schwärmt vor sich hin und ist sehr entzück von dem Prinzen, wodurch sie emotional stärker beteiligt ist als zu Beginn. Odoardo jedoch ist zum Schluss hin mit Abstand stärker emotionaler beteiligt als Claudia, die noch versucht die Situation in den Griff" zu bekommen und ihren Mann zu beruhigen. Innerer Monolog von Claudia Reflektion ihrerseits von dem vorherigen Auftritt Aufzug 2, Auftritt 5 Inhalt Empfindet Odoardo und Emilia als zu tugendhaft hinterfragt und kritisiert Claudia die moralischen Vorstellungen von Odoardo und von Emilia. Sie betrachtet diese Vorstellungen als zu verschlossen gegenüber der Welt und gegenüber anderen Menschen. Sie betrachtet außerdem die Einstellung Odoardos als negativ, dass der Prinz durch eine Beziehung mit Emilia ihn selbst ,,kränken"/"beschimpfen" möchte. Macht sich Sorgen um Emilia, da auch sie wundert, wo Emilia die ganze Zeit bleibt. Eigene Interpretation Die Position Claudias wird hier sehr gut sichtbar. Sie hätte es lieber, wenn Emilia die Chance nutzt und eine Beziehung mit dem Prinzen eingeht Sie selbst bewundert so den Hof und dementsprechend auch den Prinzen mehr. Weiterführung des Monologs CLAUDIA GALOTTI. Welch ein Mann! – Oh, der rauen Tugend! —- wenn anders sie diesen Namen verdient. - Alles scheint verdächtig, alles strafbar! - Oder, wenn das die Menschen kennen heißt: - wer sollte sich wünschen, sie zu kennen? - Wo bleibt aber auch Emilia? - er ist des Vaters Feind: folglich-folglich, wenn er ein Auge für die Tochter hat, so ist es einzig um ihn zu beschimpfen? - Was mag er sich dabei denken? Das der Prinz keinen anderen Grund hat unsere bezaubernde Tochter zu mögen? Als würde der Prinz nur Interesse an ihr zeigen, um meinen törichten Mann zu verärgern. Eine Unverschämtheit! Als würde sich alles immer um ihn drehen. Ist es so schwer für ihn vorstellbar, dass jemand vom höheren Stande wie der Prinz aus eigenem Wille seine Zeit mit Emilia genießt? - wen beleidigt er damit? Emilia selbst? Die ganze Familie? Diesem Mann müsste man mal den Kopf zurechtrücken! – er sollte sich daran erfreuen, dass der Prinz, jawohl, der Prinz selbst von unserer Tochter so entzückt ist! Stattdessen beschwert er sich und ist nur am Jammern. So wie immer! Gott! O Gott! Nur der allmächtige weiß, wohin uns dieser Mann mit seiner Sturheit und Arroganz hinführen wird. Der Prinz und Emilia, welch eine entzückende Vorstellung. Am Hofe würde sie nah bei mir bleiben. Allein bei dem Gedanken geht mir das Herz auf! Das allerbeste, nur das beste für meine Tochter Emilia Galotti, so Gott will!

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Emilia nicht an dem Grafen verlieren. Ist vom Prinzen sehr angetan und schwärmt regelrecht von ihm, obwohl ihre Tochter bereits in anderen liegt/ heiraten wird ,,Er bezeigte sich gegen sie so gnädig" (S.28; V.7f) ,,Er unterhielt sich mit ihr so lange" (S."8; V.10) ,,Schien von ihrer Munterkeit und ihrem Witze so bezaubert" (V.12f) ,,Hat von ihrer Schönheit mit so vielen Lobeserhebungen gesprochen" (V.15f) Positive Stimmung/Gefühle Negative Stimmung/Gefühle Starke Beteiligung Emotionalität Schwache Beteiligung Entwicklung der Emotionen (X) Stimmungsumbruch: S. 28; V.3f. Emotionale Beteiligung (X) Stimmungsumbruch: S. 28; V.3f. Buchseiten Buchseiten Begründung der Diagramme Der blaue Graph stellt die Entwicklung und Beteiligung der Emotionen von Odoardo dar, und Der rosafarbene die der Mutter Claudia. 1.Diagramm - Entwicklung der Emotionen Zu Beginn ist der Vater Odoardo positiv gestimmt. Das liegt daran, dass er so darüber erfreut ist, dass seine Tochter Emilia den Grafen Appiani heiraten wird. Zusätzlich werden sie nicht am Hof bleiben, was ihn zusätzlich in positive Laune versetzt. Als es später um den Prinzen geht senkt sich seine Stimmung. Er spricht darüber, dass der Prinz ihn hasst, was auf Gegenseitigkeit beruht, was er unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird. So wird er zunehmend wütender. Der Stimmungsumbruch findet schließlich an dem Zeitpunkt statt, wo Claudia ihm von der Begegnung mit dem Prinzen und Emilia erzählt. Von dort an steigert sich seine Wut und er lässt sich von seinen Emotionen leiten. Er ist ungläubig, geschockt und zugleich wütend, was er mit vielen Fragen ausdrückt. Claudia verhält sich komplett gegensätzlich zu ihrem Mann, was sich deutlich aus dem Diagramm herauslesen lässt. Wo Odoardo positiv durch die Heirat zwischen Appiani und Emilia ist, ist Claudia traurig darüber, das sie ihre Tochter an ihm verlieren wird. Wo die Rede von dem Prinzen ist steigt sich ihre Stimmung erheblich und sie schwelgt in Erinnerungen. Der Stimmungsumbruch findet in dem Moment statt, wo sie von der Begegnung zwischen dem Prinzen und ihrer Tochter Emilia berichtet. Sie ist sehr entzückt und nimmt ihren Mann und seine Wut darüber zu Beginn nicht wahr. So steigt ihre Stimmung ab diesem Zeitpunkt erheblich. 2.Diagramm - Emotionale Beteiligung Odoardo zeigt sich zu Beginn glücklich und Stolz über die Tatsache das seine Tochter Emilia den Grafen heiraten wird. Somit ist er emotional Beteiligt jedoch nicht sehr stark. Er gibt sich trotzdem distanziert in seiner Freude. Er wird im Laufe des Auftritts zunehmend emotionaler. Hier spielt die Wut eine sehr große Rolle. Ab dem Stimmungsumbruch zeigt er offen seine Emotionen und lässt sich stark von ihnen leiten. Claudia ist als Person schon emotionaler als beispielsweise Odoardo. Sie zeigt sich zu Beginn Emotional darüber, dass sie ihre Tochter verlieren wird. Somit ist sie zu Beginn des Auftritts stärker emotional beteiligt als Odoardo. Dies ändert sich ab dem Stimmungsumbruch des Auftritts. Sie schwärmt vor sich hin und ist sehr entzück von dem Prinzen, wodurch sie emotional stärker beteiligt ist als zu Beginn. Odoardo jedoch ist zum Schluss hin mit Abstand stärker emotionaler beteiligt als Claudia, die noch versucht die Situation in den Griff" zu bekommen und ihren Mann zu beruhigen. Innerer Monolog von Claudia Reflektion ihrerseits von dem vorherigen Auftritt Aufzug 2, Auftritt 5 Inhalt Empfindet Odoardo und Emilia als zu tugendhaft hinterfragt und kritisiert Claudia die moralischen Vorstellungen von Odoardo und von Emilia. Sie betrachtet diese Vorstellungen als zu verschlossen gegenüber der Welt und gegenüber anderen Menschen. Sie betrachtet außerdem die Einstellung Odoardos als negativ, dass der Prinz durch eine Beziehung mit Emilia ihn selbst ,,kränken"/"beschimpfen" möchte. Macht sich Sorgen um Emilia, da auch sie wundert, wo Emilia die ganze Zeit bleibt. Eigene Interpretation Die Position Claudias wird hier sehr gut sichtbar. Sie hätte es lieber, wenn Emilia die Chance nutzt und eine Beziehung mit dem Prinzen eingeht Sie selbst bewundert so den Hof und dementsprechend auch den Prinzen mehr. Weiterführung des Monologs CLAUDIA GALOTTI. Welch ein Mann! – Oh, der rauen Tugend! —- wenn anders sie diesen Namen verdient. - Alles scheint verdächtig, alles strafbar! - Oder, wenn das die Menschen kennen heißt: - wer sollte sich wünschen, sie zu kennen? - Wo bleibt aber auch Emilia? - er ist des Vaters Feind: folglich-folglich, wenn er ein Auge für die Tochter hat, so ist es einzig um ihn zu beschimpfen? - Was mag er sich dabei denken? Das der Prinz keinen anderen Grund hat unsere bezaubernde Tochter zu mögen? Als würde der Prinz nur Interesse an ihr zeigen, um meinen törichten Mann zu verärgern. Eine Unverschämtheit! Als würde sich alles immer um ihn drehen. Ist es so schwer für ihn vorstellbar, dass jemand vom höheren Stande wie der Prinz aus eigenem Wille seine Zeit mit Emilia genießt? - wen beleidigt er damit? Emilia selbst? Die ganze Familie? Diesem Mann müsste man mal den Kopf zurechtrücken! – er sollte sich daran erfreuen, dass der Prinz, jawohl, der Prinz selbst von unserer Tochter so entzückt ist! Stattdessen beschwert er sich und ist nur am Jammern. So wie immer! Gott! O Gott! Nur der allmächtige weiß, wohin uns dieser Mann mit seiner Sturheit und Arroganz hinführen wird. Der Prinz und Emilia, welch eine entzückende Vorstellung. Am Hofe würde sie nah bei mir bleiben. Allein bei dem Gedanken geht mir das Herz auf! Das allerbeste, nur das beste für meine Tochter Emilia Galotti, so Gott will!